Der manipulierte Geldautomat

Andre Wolf, 2. September 2019
Der manipulierte Geldautomat
Der manipulierte Geldautomat

Diese Art von Betrug nennt sich Skimming. Dabei werden Bankomaten manipuliert.

Hat nicht jeder beim Geldabheben ein wenig Angst davor, dass der Geldautomat manipuliert wurde? Denn das ist tatsächlich möglich!

Betrüger können mithilfe von Aufsätzen am Kartenschlitz und auf der Tastatur mitlesen und am Ende mit Kartenrohlingen die Bankkarten kopieren und selber an einem Geldautomat Bargeld abheben.

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Aktuell findet man auf Social Media ein Video, in dem ein solcher manipulierter Geldautomat zu sehen ist. Es handelt sich um das folgende Video:

So arbeiten Skimmer tatsächlich! Ein Aufsatz am Kartenschlitz liest die Kartendaten, ein Aufsatz auf der Tastatur liest die Eingaben mit. Diese Aufsätze arbeiten „trojanisch“, man bemerkt sie nicht und sie geben die Daten direkt an den Geldautomaten weiter, so dass man auch Bargeld bekommt.

Präventionstipps:

Bleiben Sie bei einer Fehlermeldung in jedem Fall beim Geldautomaten (Bankomat). Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken. Bitten Sie einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu holen. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie gegebenenfalls per Handy bei der Bank an.

Verständigen Sie die Polizei außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten.
Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.

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Haben Sie mehrere Zahlungskarten? Betätigen Sie den Türöffner eines Bankinstitutes nicht mit der gleichen Karte, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten.

Geben Sie Ihre PIN niemals an einem Türöffner eines Bankinstitutes ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners. Verständigen Sie in solchen Fällen die Polizei und das Geldinstitut.

Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.

Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (zum Beispiel Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das “Ausspähen” per Kamera oder Foto-Handy erheblich.

Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, zum Beispiel angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.

Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu können.

Weitere Tipps am Geldautomaten:

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.

Bei dem Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie umgehend die Karte über Ihre Bank oder den bundesweiten Sperrnotruf 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Siehe auch:

Warnung: Neuer Geldautomaten – Betrug auf dem Vormarsch


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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