Mit diesen Tipps schützt du deine Daten im Internet

Tom Wannenmacher, 30. Januar 2022

Wichtigste Regel: Veröffentliche so wenig personenbezogene Daten wie möglich! Adresse, Telefonnummer, Passwörter etc. gehen Fremde nichts an.

Die Welt wird immer digitaler: Fotos werden in der Cloud gespeichert, Bewerbungen über Online-Portale geschrieben und auch die Steuererklärung ist inzwischen digital. Das ist komfortabel und vereinfacht viele Prozesse, birgt aber auch die Gefahr des Datendiebstahls. Umso wichtiger ist ein entsprechender Schutz.

1. Sparsam umgehen mit persönlichen Daten

Grundsätzlich sollten Anwender immer prüfen, ob alle Angaben zur Person notwendig sind. Oft werden mehr Daten abgefragt als nötig. Die für den Vorgang erforderlichen Informationen sind oft durch ein Sternchen gekennzeichnet. Das gilt beim Online-Shopping genauso wie beim Abschluss einer Versicherung. Besonders vorsichtig sollten Anwender mit ihren Bankdaten umgehen.

2. Sensible Daten verschlüsseln

Muss die Kommunikation immer verschlüsselt sein? Die Antwort ist simpel: Wenn die Information auf auch auf einer Postkarte stehen kann, dann nicht. Ähnlich dem Postkarten-Beispiel können Dritte unverschlüsselte Kommunikation potenziell lesen. Doch ohne ein sicheres Passwort sind auch verschlüsselte Daten nicht lange geschützt. Programme wie der Passwortmanager von Panda Dome helfen Nutzern dabei, ein geeignetes zu finden. Der Anwender merkt sich nur ein Master-Passwort.

3. Anonym surfen

Suchmaschinen wie Google speichern bei jeder Suche Nutzerdaten. Anonyme Suchmaschinen wie DuckDuckGo bieten hier eine datenschutzfreundliche Alternative an. Zusätzlich blockiert der Inkognito-Modus von Firefox oder Chrome Schnüffel-Software und viele potenziell schädlichen Skripte und schützt somit die Nutzerdaten. Außerdem geht das Surfen deutlich schneller.

4. Die Einstellungen anpassen

Dieser Tipp gilt für den Browser, die Cookie-Hinweise als auch die Privatsphäre-Einstellungen bei sozialen Netzwerken. Hier entscheidet der Nutzer, welche Daten erhoben, gespeichert und mit Dritten geteilt werden. Besonders Cookie-Hinweise erscheinen auf fast jeder Website und sollen möglichst schnell wieder verschwinden. Es sollten jedoch nur die notwendigsten Cookies akzeptiert werden. Auch, wenn das zwei bis drei Klicks mehr bedeutet.

5. Prüfen, ob es einen schon erwischt hat

Auf der Webseite „Have I been pwned?“ können Nutzer prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse schon einmal in einen Daten-Leak verwickelt war. Ist das der Fall, sollten Nutzer ihre Passwörter ändern und einen Virenscan durchführen.

6. Nicknames nutzen

Wenn möglich, verwenden Sie anonyme Nicknames anstelle Ihres richtigen Namens. In Sozialen Netzwerken könnten Sie z. B. Ihren Zweitnamen verwenden.

7. Mehrere E-Mail-Adressen verwenden

Legen Sie sich bei einem Gratis-Anbieter (z. B. Yahoo!Hotmail oder Gmail) eine E-Mail Adresse an, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt. Verwenden Sie diese Adresse, um sich auf Websites zu registrieren, in Blogs zu posten oder in Foren mitzudiskutieren.

8. Spam ignorieren

Antworten Sie niemals auf Spam-E-Mails, weder um Fragen aus den E-Mails zu beantworten, noch um mitzuteilen, dass Sie diese lästigen Zusendungen nicht mehr wollen. Damit bestätigen Sie nur, dass es sich um eine gültige E-Mail-Adresse handelt und bekommen umso mehr Spam.

9. Achtung: Datenklau!

Seien Sie wachsam bei Phishing-E-Mails und geben Sie keine Bank- oder sonstigen Zugangsdaten via Internet oder E-Mail weiter. Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie Ihre Hausbank.

10. Nicht alle Dateianhänge öffnen

Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge aus E-Mails oder via Instant Messenger – sie könnten Spyware, die persönliche Daten auf Ihrem Computer ausspioniert, oder Viren enthalten.

11. Online-Verhalten hinterfragen

Überprüfen Sie, ob Ihre Website, Ihr Blog oder Ihr Community-Profil Angaben oder Fotos von Ihnen enthält, die Sie eigentlich nicht vollkommen öffentlich haben wollen. Bedenken Sie: Alle Inhalte, die Sie ins Internet stellen, sind weltweit frei zugänglich und über Suchmaschinen einfach zu finden.

12. Sichere Passwörter verwenden

Verwenden Sie sichere Passwörter und halten Sie diese geheim.

13. Community-Profil einschränken

Nutzen Sie die Privatsphäre-Einstellungen in Sozialen Netzwerken, sodass nur ausgewählte Personen (z. B. „Freunde“) Ihre persönlichen Daten einsehen können.

14. Internet-Browser sicherer machen

Optimieren Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers (Mozilla Firefox „Extras – Einstellungen – Sicherheit bzw. Datenschutz“; Internet Explorer „Extras – Internetoptionen – Sicherheit bzw. Datenschutz) und machen Sie regelmäßige Updates.

15. Computer schützen

Verwenden Sie ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall und verschlüsseln Sie Ihre WLAN-Verbindung.

16. Vorsicht bei der Nutzung öffentlicher Computer

Seien Sie besonders vorsichtig bei der Nutzung öffentlicher Computer, wie z. B. in der Schule oder im Internet-Café. Allzu sensible Daten (z. B. Bankdaten) sollten Sie hier am besten gar nicht verwenden; wenn Sie sich auf Websites einloggen, melden Sie sich auch stets wieder ab. Nutzen Sie verschlüsselte Seiten.


Quelle: eigene Recherche, Saferinternet, panda


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