Das Künast Fake-Zitat: juristische Konsequenzen!

Andre Wolf, 8. Dezember 2016

Achtlos gefälschte Zitate in die Welt setzen und zudem noch trotz besserem Wissen diese nicht zu löschen, wird wohl nun Konsequenzen haben, für wen alles genau, steht noch nicht fest.

Nach Angaben der Berliner Morgenpost vom 06. Dezember 2016 [1], kündigte Renate Künast jedoch an, einen Strafantrag zu stellen. Ebenso ist in diesem Umfang Facebook erneut in die Kritik gelangt, da die Löschpolitik in Bezug auf Diffamierende Falschaussagen viel zu behäbig ist. Das offensichtlich gefälschte Zitat war gut 2 Tage auf der Facebookseite des Schweizer Ignaz Bearth online. Die Facebookseite des Schweizer Rechtspopulisten hat über 112.000 Likes, das Fake-Zitat konnte in der Onlinezeitspanne mehr als 5000 Teilungen verzeichnen.

Facebook macht es Fakes zu einfach

Natürlich, es liegt in der Natur des Netzwerkes, dass eine Information ohne Kontrolle direkt online geht. Das ist so weit auch gut und richtig. Das Problem jedoch, und hier fährt Facebook derzeit die Kritik ein, da es diese Art der Inhalte nicht löscht und auch keine vernünftige Kategorie bereitstellt, über die man erfundene, diffamierende und gefälschte Inhalte melden kann. Damit bereitet Facebook natürlich all jenen den Weg, die mit frei erfundenen Inhalten andere Menschen nachhaltig schädigen wollen, ja gibt ihnen quasi die Bühne frei.

Stefan Plöchinger von der Süddeutschen Zeitung brachte es in einer kritischen Statusmeldung auf den Punkt [2]:

„Ein paar Stunden lang nicht wissen, was man mit so einem demokratiezersetzenden Dreck machen soll — das kann man sich als Multimilliardenmedienkonzern schon mal erlauben, gell?“

Nippel? Weg damit!

Brüste indes verschwinden immer noch recht zügig auf Facebook. Das konnte man jüngst erst wieder bei einer Bildcollage beobachten, welche kritisch das Frauenbild der BILD betrachtet. Hierbei wurden mehrere Ausschnitte von Frauenbildern eingefügt und aus vergangenen Ausgaben der BILD stammen. Mehrere Nutzer meldeten uns, dass dieses Bild nicht nur gelöscht wurde, sondern sie zudem auch eine Sperre kassiert haben.

 

Die Sperre kassierte übrigens auch der Verfasser des dargestellten Tweets (Tim Wolff, Chefredakteur TITANIC), was er auf Twitter ebenso mitteilte.


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