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Cyber-Kriminelle nutzen Corona-Krise vermehrt aus

Claudia Spiess, 3. April 2020
Cyber-Kriminelle nutzen Corona-Krise vermehrt aus
Cyber-Kriminelle nutzen Corona-Krise vermehrt aus

Das BSI beobachtet eine Zunahme von Cyber-Angriffen mit Bezug zum Corona-Virus auf Unternehmen und Bürger.

Cyber-Kriminelle nutzen Corona-Krise vermehrt aus – Das Wichtigste zu Beginn:

Unsicherheiten zum Coronavirus werden von Kriminellen ausgenutzt. Phishing-Angriffe, Webseiten und Spam-Mails zur Verbreitung von Schadsoftware häufen sich, betrügerische Online-Shops kassieren ohne zu liefern.

Beantragung von Soforthilfegeldern

Unternehmen und Betriebe erhalten E-Mails, in denen sie aufgefordert werden, persönliche oder auch unternehmensbezogene Daten auf gefälschten Webseiten einzugeben. Die Kriminellen geben sich als Institutionen zur Beantragung von Soforthilfegeldern aus. Daten, die hier übermittelt werden, missbrauchen sie für kriminelle Aktivitäten.

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Schadprogramme über gefälschte Informations-Seiten und Spam-Mails

Viele Menschen suchen derzeit nach Informationen im Internet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konnte zeitgleich eine steigende Zunahme von Domain-Registrierungen beobachten, bei denen Schlagwörter wie „corona“ oder „covid“ genutzt werden. Einerseits entstehen hier legitime Informations-Seiten, doch andererseits werden viele der Domains für kriminelle Aktivitäten verwendet.

Oftmals werden Nutzer solcher Websites zum Download und zur Installation von Software-Updates aufgefordert. Im Hintergrund wird allerdings ein Schadprogramm installiert.

Auch Spam-Mails mit Corona-Bezug enthalten oftmals Anhänge mit Schadprogrammen. Hat man die schädliche Software auf seinem Rechner, können die Kriminellen Zugriff auf Unternehmensnetzwerke erlangen, um hier sensible Daten zu erhalten, um mit diesen die Nutzer zu erpressen. Oftmals werden mit erlangten Daten auch Betrügereien via Online-Banking der Nutzer durchgeführt.

Fake-Shops

Hochsaison gilt derzeit für gefälschte Online-Shops vor allem im Bereich von Schutzbekleidung oder Atemmasken. In den meisten Fällen wird nach Bestellung und Bezahlung nicht geliefert. Wenn doch, sind die Produkte von minderwertiger Qualität und für den Einsatz ungeeignet.

Weiterführende Hinweise

Empfehlungen des BSI zum Schutz vor Cyber-Angriffen: bsi-fuer-buerger.de
Empfehlungen des BSI zum sicheren Online-Shopping: bsi-fuer-buerger.de

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt aktuell vor Betrügern, die gezielt Unternehmen telefonisch kontaktieren und zum Ausfüllen von Formularen zur Beantragung von Soforthilfegeldern auf gefälschten Websites auffordern: presseportal.de

Informationen zum Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes und der Länder sowie eine Übersicht der zuständigen offiziellen Stellen finden Sie unter: www.bmwi.de

Quelle: Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik
Artikelbild: Shutterstock / Von Andrii Vodolazhskyi

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