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Coronavirus: Sterbende bat „Alexa“ leider erfolglos um Hilfe

Kathrin Helmreich, 14. April 2020
Coronavirus: Sterbende bat "Alexa" leider erfolglos um Hilfe
Coronavirus: Sterbende bat "Alexa" leider erfolglos um Hilfe

USA: Eine an COVID-19 erkrankte 66-Jährige versuchte in den letzten Tagen via Sprachassistentin Alexa Hilfe zu holen. Leider erfolglos.

66-Jährige versuchte via Alexa Hilfe zu holen

Die Frau war an COVID-19 erkrankt.
Amazon Echo Show ist nicht in de Lage Notdienste zu kontaktieren.

Wie derStandard berichtet, wandte sich eine sterbende US-Amerikanerin erfolglos an ihre Sprachassistentin Alexa, um Hilfe zu holen. Die 66-Jährige war am neuen Coronavirus erkrankt und wohnte in einem Pflegeheim in der Nähe von Michigan, nachdem sie vor rund zehn Jahren zwei Schlaganfälle erlitten hatte, die eine halbseitige Lähmung verursachten. Zudem kämpfte die Frau mit Diabetes und hohem Blutdruck.

Dame kommunizierte regelmäßig via Echo Show

Die 66-Jährige hielt konstant Kontakt zu ihrer Schwester. Hierfür nutzten die Beiden Amazon Echo Show, das unter anderem Videotelefonate ermöglicht.

„Alexa war das primäre Kommunikationswerkzeug der Verstorbenen mit ihrer Schwester, die das Pflegeheim nicht besuchen konnte“,

so der Chef des Pflegeheims gegenüber der New York Times. So soll die Frau bestens versorgt und ins Spital gebracht worden sein, nachdem sich ihr Zustand drastisch verschlechtert hatte.

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Trotzdem wandte sich die nun Verstorbene in ihren letzten Tagen an die Sprachassistentin, dessen Aufnahmen der Schwester zugespielt wurden. Immer wieder soll sie Alexa gefragt haben, „Wie bekomme ich Hilfe?“ und „Wie komme ich zur Polizei?“. Doch Echo Show erlaubt keine Notrufe. Laut Amazon ist das Gerät nicht als Ersatz für Rettungsdienste konzipiert worden und ist nicht in der Lage Notdienste zu kontaktieren.

Allerdings bietet Echo Show eine Funktion namens „Ask My Buddy“ an. Mit dieser lässt sich im Notfall Verwandtschaft oder Freunde kontaktieren. Das Unternehmen bedauert nach eigenen Aussagen den Vorfall.

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Artikelbild: Shutterstock / Von Zapp2Photo


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