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Fragwürdige Corona-Infos: Facebook löscht mehr als 7 Millionen Beiträge

Kathrin Helmreich, 12. August 2020
Fragwürdige Corona-Infos: Facebook löscht mehr als 7 Millionen Beiträge
Fragwürdige Corona-Infos: Facebook löscht mehr als 7 Millionen Beiträge

Facebook greift bei Falschinformationen im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus härter durch.

Wie der ORF berichtet, hat Facebook seit April mehr als sieben Millionen Beiträge mit Informationen zum Coronavirus gelöscht, die laut dem Netzwerk die Gesundheit von Menschen gefährden könnten.

Zusätzlich seien rund 98 Millionen weniger gefährliche Inhalte, die dennoch zweifelhafte Informationen beinhalten mit Warnhinweisen versehen worden. Damit greift der Social Media Gigant nun weitaus härter durch.

Während zur Erkennung von Hassrede automatisierte Algorithmen verwendet werden, sei es aufgrund der Krise bei Beiträgen, die zum Beispiel darauf hinweisen, dass Nutzer sich Schaden zufügen wollen schwerer geworden. In derartigen Fällen sei die Rolle menschlicher Prüfer noch immer sehr groß – die Verlagerung aus den Büros ins Home Office habe die Arbeit erschwert.

Falschinformationen können zum Tode führen

Besonders gefährlich sind Gerüchte und Verschwörungstheorien die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Seit Beginn der Pandemie kosteten Fehlinformationen weltweit Hunderten Menschen das Leben.

Eine im „American Journal of Tropical Medicine and Hygiene“ veröffentlichte Studie ergab, dass Tausende wegen der größtenteils auf Social Media verbreiteten Falschinformationen im Krankenhaus behandelt werden.

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In Indien beispielsweise sei empfohlen worden, Kuhurin oder -dung zu verzehren, um sich vor einer Ansteckung zu wappnen. Auch der Konsum von hochkonzentriertem Alkohol zur vermeintlichen Desinfizierung des Körpers kostete weltweit rund 800 Menschen das Leben.

Die Forscher der Studie forderten Regierungen und internationale Organisationen auf, Coronavirus-Fehlinformationen im Internet bessert zu überwachen, als falsch zu entlarven und „mit Social-Media-Unternehmen zusammenzuarbeiten, um korrekte Informationen zu verbreiten“.

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Weitere Quellen: Science.ORF.at
Artikelbild: Shutterstcok / Von rafapress


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