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Vorsicht vor Corona Impfstoffen aus dem Netz!

Claudia Spiess, 25. März 2021
Vorsicht vor Corona Impfstoffen aus dem Netz!
Artikelbild: Von keport / Shutterstock.com

Im Darknet werden Corona Impfstoffe und Impfzertifikate zum Kauf angeboten. Sicherheitsforscher warnen eindringlich davor, derartige Angebote zu nutzen.

Auf der einen Seite finden sich diejenigen, die einer Impfung immer noch skeptisch gegenüber stehen, auf der anderen Seite jedoch diejenigen, denen es nicht schnell genug gehen kann, den Impfstoff zu erhalten. Dazu kommen noch Verzögerungen der Durchimpfung in Europa, verursacht durch Lieferengpässe oder nicht ausreichende Bestellungen.

Im Internet tauchen nun immer mehr Angebote für Impfstoffe, aber auch Impfzertifikate auf, wie Check Point-Sicherheitsforscher und BBC in einer gemeinsamen Dokumentation berichten.

Corona Impfstoffe, Impfpässe und gefälschte negative Tests

Angeboten werden nicht nur Corona Impfstoffe, sondern auch gefälschte Impfpässe oder Negativ-Tests. Alles, was das Herz begehrt, um geforderte Nachweise für diverse Maßnahmen zu erlangen.

Mehr als 1.200 Anzeigen wurden mittlerweile auf diversen Darknet-Seiten veröffentlicht. Bei vielen kann man sogar den Impfstoff wählen. Zur Auswahl stehen Astra Zeneca, Sputnik V, der chinesische Impfstoff von Sinopharm und auch das Vakzin von Johnson & Johnson.

Am teuersten ist der Corona Impfstoff aus China mit rund 750 Dollar pro Dosis, Johnson & Johnson sowie Sputnik V werden um jeweils 600 Dollar angeboten. Am günstigsten mit 500 Dollar schneidet Astra Zeneca ab. Für Sparfüchse gibt es zum Teil auch Mengenrabatte nach dem Motto: „Kauf zwei, zahl eins“.

Ob eine Auslieferung tatsächlich erfolgt, konnte durch einen Testkauf nicht bestätigt werden. Nach der Bestellung wurde nichts geliefert, obwohl teilweise angegeben wird, dass die Impfstoffe innerhalb von 24 Stunden weltweit versendet werden können.

Weiters werden negative Corona Testzertifikate und auch Impfbescheinigungen angeboten. Um rund 150 Dollar kann man diese aus den USA, Spanien, Deutschland, Frankreich und Russland beziehen. Dafür ist es nötig, seine Daten wie Vor- und Nachnamen zu übermitteln. – An wen auch immer.

Das Geschäft mit der Gesundheit

Ist es nicht! Denn bei keinem der Angebote konnte verifiziert werden, dass die Impfstoffe tatsächlich echt und somit wirksam seien, berichtet BBC. Daher raten die Sicherheitsforscher eindringlich davor ab, Angebote aus dem Internet wahrzunehmen, denn mit Gesundheitsvorsorge habe dies nichts zu tun.

„Die Menschen müssen unbedingt verstehen, dass der Versuch, einen Impfstoff, einen Impfausweis oder ein negatives Corona-Testergebnis auf inoffiziellem Weg zu erhalten, extrem riskant ist. Hacker sind eher an ihrem Geld, ihren Informationen und ihrer Identität interessiert“, gibt Oded Vanunu, Leiter der Forschungsgruppe, zu bedenken.

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Quelle: Standard, BBC

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