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Folgende Betrugsmaschen rund um Corona sind aktuell in Umlauf

Claudia Spiess, 3. Februar 2021
Folgende Betrugsmaschen rund um Corona sind aktuell in Umlauf
Artikelbild: Shutterstock / Von ozrimoz - Betrugsmaschen rund um Corona

Die Polizei warnt erneut vor unterschiedlichen Betrugsmaschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Täter versuchen die Unsicherheit der Bevölkerung auszunutzen und begehen Straftaten. Folgende Betrugsmaschen sind aktuell in Umlauf:

Betrugsmasche rund um die Corona-Impfung

Die Betrüger bieten ihren Opfern die Corona-Schutzimpfung eines bekannten Herstellers zum Kauf an und versprechen unter anderem früher geimpft zu werden, wenn ein Geldbetrag fließt.

Angewandt werden aktuell unterschiedliche Geschichten – alle haben jedoch das Ziel, an Geld oder Wertsachen zu gelangen. Oft geben die Anrufer an, im Auftrag eines an der Herstellung des Impfstoffes beteiligten Pharmakonzerns oder einer Arztpraxis zu arbeiten. Bei Anrufen aus einer angeblichen Arztpraxis wird den Opfern erklärt, dass ein Arzt bei ihnen vorbeikommt, um die Impfung durchzuführen.

Die Polizei Hagen warnt ausdrücklich vor solchen Betrugsmaschen. Die Impfung gegen das Coronavirus ist grundsätzlich kostenfrei. Aktuell wird ausschließlich in den extra eingerichteten Impfzentren, durch mobile Teams zur Versorgung in Alten- und Wohnheimen geimpft. Die aufgebaute Impfstruktur sieht zum gegenwärtigen Zeitpunkt zudem eigenständige Impfungen des Krankenhauspersonals vor.

Der Impfstoff wird nicht auf dem freien Markt verkauft und kann somit auch nicht käuflich erworben werden.

Der Enkeltrick im Zusammenhang mit Corona

Auch der Enkeltrick wird in Corona-Zeiten von den Betrügern neu interpretiert. So meldet sich der vermeintliche Enkel oder andere Verwandte entweder selbst am Telefon oder medizinisches Fachpersonal ruft an. Beide Male ist der Verwandte an Corona erkrankt und benötigt schnellstmöglich Geld, um die Behandlung bezahlen zu können.

Spätestens bei Geldforderungen sollten Sie misstrauisch werden. Fordern Sie Ihr Gegenüber am Telefon auf, selbst den vollständigen Namen Ihres Verwandten zu nennen, lassen Sie sich nicht dazu verleiten, diesen selbst zu nennen.
Fragen Sie nach Dingen/ Begebenheiten, die nur die/der echte Verwandte kennen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

Falsche Polizeibeamte

Eine mittlerweile in der Bevölkerung bekannte und dennoch immer wieder erfolgreiche Masche der Betrüger ist der Trick der „Falschen Polizeibeamten“. Die Betrüger geben sich als Angehöriger der Polizei aus und missbrauchen so das Vertrauen der Bürger.

Ziel des Telefonats ist dabei immer die Abholung von Bargeld oder Schmuck durch (zivile) Polizeibeamte. Meist ist es angeblich in der Nähe der Opfer zu einem Einbruch gekommen und es gäbe Hinweise darauf, dass die Angerufenen selbst auch auf der Liste der Verbrecher stehen. Deswegen sollen diese ihr Bargeld und Schmuck in amtliche Verwahrung geben. Den Betrügern ist es dabei möglich jede Nummer, auch die „110“ im Display erscheinen zu lassen. Doch lassen Sie sich davon nicht beirren. Die Polizei ruft niemals mit der Kennung „110“ an.

Lassen Sie sich den vollständigen Namen des vermeintlichen Polizisten nennen und vergewissern Sie sich bei einer örtlichen Polizeidienststelle, dass es diese Person tatsächlich gibt. Geben Sie keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse oder sensible Daten. Und übergeben Sie vor allem niemals Geld oder Wertsachen!

Verhaltenshinweise bei Betrugsanrufen

  • Lassen Sie sich nicht auf ein Gespräch ein. Legen Sie den Hörer auf und verständigen Sie anschließend die Polizei.
  • Fremde haben in Ihrer Wohnung nichts zu suchen. Lassen Sie keine unbekannten Personen rein. Bestellen Sie Fremde im Zweifelsfall für einen späteren Zeitpunkt, wenn Vertraute bei Ihnen sind zur Unterstützung.
  • Jemand beabsichtigt sich ohne Ihr Einverständnis Zutritt zu Ihrer Wohnung zu verschaffen? Rufen Sie laut um Hilfe, um andere auf Ihre Notlage aufmerksam zu machen. Verständigen Sie umgehend die Polizei.
  • Sie sind Opfer von Betrügern geworden? Erstatten Sie umgehend eine Strafanzeige bei der Polizei. Dies geht beispielsweise per Telefon, vor Ort in einer Polizeiwache, per Post oder online (insofern möglich).

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Quelle: presseportal
Artikelbild: ozrimoz / Shutterstock


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