Was Coca Cola und (nicht) auflösendes Fleisch mit Nazis zu tun haben

Andre Wolf, 28. Oktober 2019
Artikelbild von Nicoleta Ionescu / Shutterstock.com
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Man sagt Coca Cola ja so allerlei Eigenschaften nach, darunter auch viele Mythen (nein, Cola macht keine schwarzen Füße).

Ein Mythos lautet beispielsweise, dass Coca Cola Fleisch auflösen würde und somit schlecht für den eigenen Magen ist.

Dafür wird die Phosphorsäure in der Cola verantwortlich gemacht. Zugegeben, die genaue verhältnismäßige Zusammensetzung von Coca Cola kennt man öffentlich nicht, aber das Wasser, Zucker und Phosphorsäure in der Brause enthalten sind, weiß man.

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Aber zersetzt nun diese Phosphorsäure unsere Mägen? Was passiert, wenn man rohes Fleisch über Nacht in Coca Cola einlegt? Ist es dann weg?

Der Faktencheck: Coca Cola

Die Antwort ist recht einfach: Wir haben es hier mit einem Alltagsmythos zu tun, der schon viele Jahre alt ist.

Nein, die Limo zersetzt kein Fleisch. Es gibt mittlerweile hinreichend genug Versuche, die das widerlegt haben. In der ZEIT Kolumne „Stimmt’s?“ hat Autor Christoph Drösser bereits 1997 deutlich widerlegt, dass Coca Cola Fleisch auflöst.

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In einem Versuch wurde zwar deutlich, dass nach 24 Stunden in Cola sich ein Stück Rinderfilet hellbraun gefärbt, sehr mürbe geworden ist und übel riecht, aber es hat sich nicht zersetzt.

Am Ende sorgt die Phosphorsäure dafür, dass das Fleisch aufquillt. Die Phosphorsäure in der Cola schadet übrigens dem Magen nicht. Das kann der ab, wenn man bedenkt, dass die im Magen vorhandene Salzsäure wesentlich stärker ist.

Und was hat das nun mit Nazis zu tun?

Einzelne Quellen munkeln, dass dieses Schreckgespenst über die Brause und auflösendes Fleisch aus der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland stammt und von einem deutschen Mitbewerber in die Welt gesetzt wurde.

SO zumindest beschreibt es Mark Pendergrast in seinem Buch „Für Gott, Vaterland und Coca-Cola“.

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