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Clubhouse-App auch für Android angekündigt

Annika Hommer, 26. Januar 2021
Camilo Concha / Shutterstock 
Camilo Concha / Shutterstock 

Bislang gibt es die App Clubhouse ausschließlich für Apple-Nutzer. Laut einem Blogbeitrag der Firmengründer Paul Davidson und Rohan Seth soll sich dies bald ändern.

Was ist Clubhouse? Clubhouse ist eine neue Social Media-App, in der ausschließlich mit Audio gearbeitet wird. Ähnlich, wie bei einem Live-Podcast werden hier Gespräche gestreamt, an denen sich die Nutzer aktiv beteiligen können. „Likes“ oder schriftliche Kommentare sind nicht möglich. Um Clubhouse nutzen zu können, ist bislang eine Einladung notwendig.

Rasche Entwicklung

Begonnen mit ein paar Beta-Testern hat sich das Netzwerk innerhalb von zehn Monaten zu einer Plattform gemausert, die allein in der vergangenen Woche von rund zwei Millionen Menschen besucht worden sei, so Davidson und Seth. Dort haben sich vielfältige Communities und Netzwerke gebildet, in denen sich User austauschen, treffen und vernetzen und in denen gelernt, gelacht und man unterhalten werden könne, berichten die Gründer weiter.

Im Vergleich zu anderen Social Media-Plattformen wie Twitter mit rund 330 Millionen und Facebook mit sogar 2,9 Milliarden (inklusive Instagram und Whatsapp) aktiven Nutzern, ist Clubhouse derzeit allerdings noch eher gering frequentiert.

Android-Launch noch nicht terminiert

Wann die App im Google Playstore verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Die Firmengründer geben an, bald mit der Arbeit an der Android-App beginnen zu wollen. Diese soll durch zusätzliche Features für barrierefreie Nutzbarkeit und Lokalisierung ergänzt werden. Dadurch sollen „Menschen auf der ganzen Welt Clubhouse auf eine Art und Weise erleben, die sich für sie vertraut anfühlt“, so Seth und Davidson. Bis dahin sollen Serverprobleme bereinigt werden, die dem enormen Nutzerzustrom geschuldet seien. Durch finanzielle Investitionen in Technologie und Infrastruktur solle garantiert werden, dass Clubhouse auch bei großer Userzahl immer „schnell und performant“ sei.

Kritik an Verbreitungsmethode

Wie auch bei der Nutzung von beispielsweise WhatsApp, muss man nach Installation von Clubhouse und der Aktivierung der Einladung seine gesamten Telefon-Kontakte für die App freigeben, die dann auf einen Server in den USA übertragen werden. Dies erfordere laut europäischen Datenschützern, die diese Vorgehensweise bereits im Falle WhatsApp scharf kritisierten, jedoch die Einwilligung jedes betroffenen Kontaktes.

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Passend zum Thema: Clubhouse-App-Hype: Die künstlich erzeugte Exklusivität lockt Viele an
Quellen:
Clubhouse kündigt Android-App an (futurezone.at)
Nutzerzahlen: Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp, Highlights, Umsätze, uvm. (Stand August 2020) – allfacebook.de
Artikelbild: Camilo Concha / Shutterstock
Gastautorin: Annika Hommer von “Irgendwas Mit Schreiben

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