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Cloaking – Wenn Kriminelle unbemerkt über deine Webseite einen Fake-Shop betreiben

Kathrin Helmreich, 18. März 2021
Beim Cloaking betreiben Kriminelle einen Fake-Shop über eine fremde Webseite - Artikelbild: Watchlist Internet
Beim Cloaking betreiben Kriminelle einen Fake-Shop über eine fremde Webseite - Artikelbild: Watchlist Internet

Betrüger haben es faustdick hinter den Ohren und schrecken auch vor Cloaking nicht zurück: nämlich ohne deinem Wissen einen Fake-Shop über deine Webseite zu betreiben!

Sicherheitslücken auf Websites von Unternehmen und Vereinen werden auch genutzt, um Fake-Shops zu platzieren. Mittels Cloaking leiten Kriminelle die BesucherInnen zu Fake-Shops um. Die betroffenen Unternehmen und Vereine wissen nichts davon. Unser Kooperationspartner Watchlist Internet erklärt, wie Cloaking funktioniert und was du dagegen machen kannst.

Cloaking – was ist das?

Die Technik Cloaking (englisch für Verhüllen / Tarnen) wird vor allem zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) verwendet – immer öfter auch für betrügerische Zwecke. Dabei verändern Kriminelle den Quellcode gehackter Websites so, dass Bots eine andere Version der Seite sehen als menschliche NutzerInnen. In der versteckten Version der Website werden massenhaft Spam-Links und Weiterleitungen platziert. Diese führen zum Beispiel zu Fake-Shops mit gefälschten Medikamenten oder pornografischen Inhalten.

Diese Inhalte und Weiterleitungen können von Suchmaschinen erfasst werden. Suchen die NutzerInnen nach bestimmten Medikamenten oder anderen Produkten, kann es passieren, dass Ihnen eine seriöse Seite angezeigt wird. Tatsächlich landen die NutzerInnen jedoch nicht auf dieser, sondern auf der betrügerischen Seite. Ruft man die gleiche seriöse Webseite direkt im Browser auf, sieht man diese missbräuchliche Weiterleitung nicht.

Die Websites der betroffenen Unternehmen und Vereine sind oftmals nicht mehr über gängige Suchmaschinen zu finden. Denn Google und andere Suchmaschinen erkennen den Betrug und entfernen die infizierten Websites aus ihrem Index. Es sind vor allem Websites von kleinen Unternehmen und Vereinen das Ziel solcher Angriffe und entsprechend fehlt es oft am Know-How, um Cloaking zu erkennen.

Was können Sie als Website-BetreiberIn tun?

Die Watchlist Internet ist federführend für österreichische Websites im Projekt INSPECTION verantwortlich. Wir erheben, welche Websites in Österreich für den Verkauf von gefälschten Markenwaren, Medikamenten und Ähnlichem gekapert werden. Das Projektziel ist es, gehackte Webseiten durch das Durchsuchen des deutschsprachigen Internets und durch Klassifikation der Seiten, mit Methoden der künstlichen Intelligenz automatisiert zu identifizieren.

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Quelle: Watchlist Internet
Artikelbild: Watchlist Internet


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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