Bundespolizei warnt inständig vor lebensgefährlichen Mutproben

Janine Moorees, 19. April 2017

Bühl – Die Bundespolizeiinspektion Offenburg hat in den vergangenen Wochen mehrfach Hinweise erhalten, wonach Jugendliche im Raum Bühl und Rastatt illegal auf den Puffern von Regional- und Güterzügen mitfahren. Derlei Mutproben sind nicht nur verboten sondern überdies auch lebensgefährlich.

Lokomotiven und Wagen besitzen neben den Kupplungen auch sogenannte „Puffer“, welche die sichere Verbindung der Zugteile während der Fahrt gewährleisten. Die Jugendlichen stellen sich kurz vor der Abfahrt des Zuges auf diese „Puffer“ am Ende des Zuges und halten sich zum Beispiel an einem Scheibenwischer fest.

Für eine Mitfahrt sind diese Einrichtungen weder gedacht noch geeignet. Regionalzüge fahren mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h, selbst bei langsameren Geschwindigkeiten kann ein Herunterfallen vom Zug tödlich enden.

Darüber hinaus stellen derlei „Puffermitfahrten“ ein strafbares Handeln dar.

Den Jugendlichen ist die Gefahr ihres Handelns oft gar nicht bewusst. Die Bundespolizei appelliert deshalb auch eindringlich an die Eltern, ihre Kinder über die Gefahren auf dem Bahngebiet aufzuklären. Auch außerhalb der Schienen droht durch die Sogwirkung schnell vorbeifahrender Züge Gefahr. Personen könnten vom Sog mitgerissen werden. Zudem sind die Oberleitungen der Züge gefährlich. Diese führen 15.000 Volt. Eine Annäherung kann so zu einem tödlichen Stromschlag führen.

Wer im Raum Bühl/ Rastatt „Puffersurfer“ beobachtet, wird gebeten sich umgehend mit der für diese Bahnstrecken zuständige Bundespolizeiinspektion Offenburg unter der Telefonnummer 0781 / 91 90 – 0 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Offenburg


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