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Statt in Bitcoins in Betrüger investiert

Claudia Spiess, 10. Mai 2021
Statt in Bitcoins in Betrüger investiert
Artikelbild: Shutterstock / Von vldkont

Die Polizei rät zur größten Vorsicht beim Kauf von Kryptowährungen unbekannter Quellen. Je höher die Gewinnversprechen, desto wahrscheinlicher ein Betrug.

Eine Balverin hat sich verspekuliert: Statt in Bitcoins investierte sie in Betrüger.

Auf der ganzen Welt erscheinen bei dem Gedanken an die virtuelle Währung Dollar-Zeichen in den Augen der Investoren. Doch oft genug kassieren nur die Betrüger ab.

Werbeanzeige für Bitcoins im Internet

Im November entdeckte die Frau aus Balve (Nordrhein-Westfalen) eine Werbeanzeige im Internet. Die Bitcoin-Anbieter schmückten sich mit diversen Auszeichnungen bekannter Medien und TV-Sendungen. Die Balverin registrierte sich auf einer Internet-Seite.

Einige Telefonate und WhatsApp-Nachrichten später ließ sie einen der Betrüger eine Fernzugriffs-Software auf ihrem Computer installieren. Binnen weniger Tage nach ihrer ersten 250-Euo-Investition standen (angeblich) bereits Bitcoins im Wert von 400 Euro auf dem Konto. Der Betrüger „rät“, rasch richtig zu investieren.

Nach einigen Telefonaten, Überweisungen auf Konten unter anderem in Litauen, Zahlung von „Transaktionsgebühren“, angeblichen Todesfällen von Gesprächspartnern und versuchten Video-Chats riss der Kontakt abrupt ab. Telefonisch meldete sich niemand mehr. Die von dem Fremden installierte Software war gesperrt.

Am Donnerstagabend erstattete die Balverin Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei.

Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei rät grundsätzlich zur größten Vorsicht beim Kauf von Kryptowährungen in unbekannten Quellen. Je höher die Gewinnversprechen, desto wahrscheinlicher ein Betrug.

  • Achten Sie auf ein Impressum des Anbieters. Sitzt dieser nicht in Deutschland, kann es schwer werden, Ansprüche durchzusetzen.
  • Vor einer Registrierung prüfen, ob der angebliche Händler eine Lizenz in der EU hat. Das lässt sich auf der Internet-Seite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüfen.
  • Vor einer ausführlichen Recherche und Beratung keine Daten preisgeben wie Ausweisdaten, Konto-Verbindungen.
  • Grundsätzlich keine Passwörter oder Online-Banking-TAN verraten!
  • Den Tätern NIE Zugriff auf den eigenen Rechner gewähren. Die besagte Fernzugriffs-Software wird wahrscheinlich genutzt, um weitere Daten zu stehlen wie Infos über Bankkonten oder Kreditkarten. Die Betrüger nutzten diese Daten für weitere Straftaten zum Schaden ihrer Opfer.

Weitere Infos: https://www.polizei-beratung.de/

Befürchten Sie, Opfer geworden zu sein? Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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Quelle: Presseportal – Polizei Nordrhein-Westfalen


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