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Betrugsmasche mit der Erbschaft in Facebook-Gruppen

Kathrin Helmreich, 5. Januar 2021
Betrugsmasche mit der Erbschaft in Facebook-Gruppen - Artikelbild: ALDECA studio / Shutterstock
Betrugsmasche mit der Erbschaft in Facebook-Gruppen - Artikelbild: ALDECA studio / Shutterstock

Vorsicht vor Vorschussbetrug! Aktuell versuchen Betrüger wieder mit einer Erbschaft via Facebook zu locken!

Mitte Dezember 2020 warnte das LKA Niedersachsen vor einer Masche mit einer angeblichen Erbschaft. Auch jetzt noch treiben die Betrüger aktiv ihr Spiel auf Facebook und versuchen Opfer für einen Vorschussbetrug oder einem Vorauszahlungsbetrug zu ködern.

Die Beiträge werden in Gruppen gepostet und können wie dieses Beispiel hier aussehen:

Die Methode wurde insbesondere durch die so genannte „Nigeria-Connection“ bekannt. (wir berichteten)

Opfer erhalten dabei via E-Mail einen „persönlichen“ Brief, in dem eine hohe Geldsumme versprochen wird. Die Vorwände reichen von einer angeblichen Erbschaft, eine Lotterie, Kriegsbeute und Geld, welches niemandem gehört.

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In den Mails werden alle denkbaren Geschichten von den Tätern erfunden, um dem Empfänger der Mail glaubhaft zu machen, man würde hier eine Menge Geld bekommen. Dabei wird in der Regel mit Beträgen im Millionenbereich geködert.

Dummerweise gibt es aber noch ein paar Hürden, die genommen werden müssen, um das Geld auf das Konto des Mailempfängers transferieren zu können.
Dieser muss nämlich in finanzielle Vorleistung treten und z.B. Anwaltsgebühren, Tickets, Steuern usw. vorab überweisen. Hier kommen dann gerne mal mehrere tausend Euro zusammen. Aber was sind schon 4000 Euro, wenn 2,5 Millionen Euro winken.
Oft bleibt es dann nicht bei diesen Gebühren. Hat die Falle zugeschnappt, werden ggf. weitere Kosten fällig, die bezahlt werden müssen. Schließlich hat man ja schon 4000 Euro investiert. Die möchte man nicht verlieren und zahlt somit weiter.

Hinzu kommen die persönlichen Daten, die während dieser ganzen Aktion übermittelt werden. Das können private und sensible Daten wie Personalausweis-Scan, Bankdaten, Zeugnisse usw. sein. Diese verwenden die Täter übrigens gern später missbräuchlich weiter.

Übrigens, mit ähnlichen Daten versuchen die Täter sich auch gegenüber ihrem potentiellen Opfer als seriös darzustellen.

Leider sind solche Mails keine Seltenheit und es gibt sie seit vielen Jahren. Zu Beginn dieser Masche wurden diese auch noch per Fax und Brief zugestellt.

Wer bereits eine Zahlung durchgeführt hat, sollte unverzüglich bei der Polizei Anzeige erstatten!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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