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Betrug durch angebliche Mitarbeiterin von Microsoft

Tom Wannenmacher, 1. Mai 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von Volodymyr Kyrylyuk
Artikelbild: Shutterstock / Von Volodymyr Kyrylyuk

“Hallo, hier ist der Microsoft Technical Support aus London und wir haben verschiedene Problem mit Ihrem PC feststellen müssen”

So oder so ähnlich, meist in gebrochener englischer Sprache, beginnen immer wieder Fälle vom sogenannten Support Scam. Bei dieser Art des Scams geben sich Täter als angebliche Mitarbeiter von Microsoft aus und informieren die Opfer über ein festgestelltes Problem mit dem PC. So lief auch der folgende aktuelle Fall, welchen wir von mehreren Nutzern über unsere Meldeformular zur Prüfung erhalten haben!

Aktuell wird man von folgender Nummer angerufen: 0230265987

Die angebliche Mitarbeiterin von Microsoft spricht nur Englisch und hat einen starken indischen Akzent. Angeblich habe Microsoft einen Virus oder Trojaner entdeckt und wolle nun bei der Beseitigung helfen. Dazu müsse der Nutzer nur eine Software installieren, dies sei notwendig, damit der vermeintliche Microsoft- Support einen sogenannten Fernzugriff erlangen kann. Doch Achtung! Durch diesen Fernzugriff (meist durch den “TeamViewer”) werden u.a. Passwörter, Online-Banking Daten uvm. ausgespäht. Zudem können die Täter die vorhandene Antivirensoftware deaktivieren, Schadsoftware installieren und Bezahlvorgänge manipulieren.

Mimikama-Hinweis!

Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolgt ausschließlich auf Initiative der Nutzer, niemals umgekehrt.

Zusammenfassend!

Wie verläuft diese Betrugsmasche?

  • Schritt 1: Sie erhalten einen Anruf von Microsoft. Die Telefonnummern variieren, es handelt sich sowohl um inländische, als auch ausländische Nummern. Die Mitarbeiter/innen sprechen meist in gebrochenem Englisch.
  • Schritt 2: Sie werden auf ein Problem mit Ihrem Computer hingewiesen (Virus, Hackerangriff, Fehlermeldung oder Ähnliches).
  • Schritt 3: Ihnen wird Hilfe angeboten, indem die Servicemitarbeiter/innen mit Ihnen das Problem telefonisch beheben.
  • Schritt 4: Gehen Sie auf die Hilfestellung ein, werden Sie zunächst aufgefordert, bestimmte Systembefehle durchzuführen. Schließlich werden Sie gebeten, ein spezielles Programm herunterzuladen.
  • Schritt 5: Nach erfolgtem Download, haben Betrüger/innen die volle Kontrolle über Ihren Computer. Sie können nun jeden Klick live mitprotokollieren.
  • Schritt 6: Natürlich ist dieser Service nicht gratis! Sie werden aufgefordert, einen bestimmten Betrag online zu bezahlen. So verschaffen sich Betrüger/innen Zugang zu Ihren Zugangsdaten und Passwörtern.
  • Schritt 7: Betrüger/innen haben vollen Zugriff auf Ihren PC, ändern Passwörter, löschen und stehlen Daten oder installieren Schadsoftware. Sie haben nun keine Kontrolle mehr über Ihren Computer.
  • Schritt 8: Kriminelle verfügen nun über Ihre Bank- und Kreditkartendaten.

Wir empfehlen:

  • Beenden Sie sofort solche Telefonate!
  • Lassen Sie solche Anrufer nie auf Ihren Computer zugreifen!
  • Installieren Sie keine Fernwartungstools nach Aufforderung!
  • Klicken Sie auf keine Links in den gefälschten Support-Webseiten, die Ihnen bei dem Gespräch genannt werden!
  • Microsoft selbst führt keine Anrufe dieser Art durch!
  • Tätigen Sie keine Zahlungen und geben Sie keine Online-Banking Daten ein. .
  • Sie sind in die Falle getappt?
  • Unterbrechen sie sofort ihre Netzwerkverbindung.
  • Informieren Sie Ihre Hausbank.
  • Lassen Sie die Kredit- und Bankkarte sperren.
  • Prüfen Sie ab sofort Kontoauszüge.
  • Notieren Sie die Rufnummer, die sie angerufen hat und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei
  • Wenn es Verbindungsdaten aus den Fernwartungstools, in diesem Falle dem “TeamViewer” gibt, dann notieren Sie diese ebenfalls!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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