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Betrügerische Trading-Plattform „Bitcoin Profit“

Ralf Nowotny, 13. Dezember 2018
Eine gefälschte Webseite wirbt für die Trading-Plattform
Eine gefälschte Webseite wirbt für die Trading-Plattform

Auf einer gefälschten orf. at-Website bewerben Kriminelle die Trading-Plattform Bitcoin Profit.

Wie Watchlist Internet berichtet, bewerben Kriminelle die Trading-Plattform Bitcoin Profit auf einer gefälschten orf.at-Website.

In dem irreführenden Beitrag behaupten sie, dass es damit sehr einfach sei, sehr hohe Gewinne zu erzielen. Über die betrügerische Werbung gelangen Leser/innen auf btcprofitnow.pro. Melden sie sich auf der Website für Bitcoin Profit an und überweisen sie Geld an Kriminelle, verlieren sie es und ihre Daten an Betrüger/innen.

Auf jener gefälschten orf.at-Website erfinden Kriminelle die Geschichte, dass ein „17-jährige(r) Junge (…) seiner Mutter ein neues Haus (kaufte), nachdem er Millionen € von Zuhause aus verdient hat …“. Das sei ihm angeblich mithilfe von Bitcoin Profit gelungen. Zu dieser Geschichte gab es mit ihm einen angeblichen Fernsehauftritt in der Sendung „Guten Morgen Österreich“ sowie einen Test der ORF Redaktion von der Trading-Plattform. Das angebliche Fazit dazu fällt auf der gefälschten orf.at-Website positiv aus: „Die Plattform kann nicht zaubern, aber nachdem 70 % meiner Handelsgeschäfte Gewinn abwarfen, war das Bilanzergebnis, das ich 7.300,59 € aus meinen anfänglich eingezahlten 250 € gemacht hatte.“ Selbstverständlich ist diese Schlussfolgerung falsch und erfunden, denn die Inhalte auf der gefälschten orf.at-Website stammen in Wahrheit von Kriminellen.

Woran erkennen Sie die gefälschte orf.at-Website?

Die gefälschte orf.at-Website erkennen Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte:

  • Die Adressleiste Ihres Browsers zeigt Ihnen an, dass Sie auf newoftech.com/index.php/2018/11/25(…) und nicht auf orf.at sind. Damit ist offensichtlich, dass die Inhalte gefälscht sind und nicht vom ORF stammen.
  • Auf der echten orf.at-Website finden Sie keine redaktionelle Werbung für Finanzdienstleistungen. Das ist auf der Websitenewoftech.com jedoch der Fall, denn darauf spricht die angebliche Redaktion eine Empfehlung für Bitcoin Profit aus.
  • Leser/innen können orf.at-Artikel nicht mit ihrem Facebook-Konto kommentieren. Auf der gefälschten Website newoftech.com hingegen finden sich angebliche Facebook-Kommentare von Bitcoin Profit-Trader/innen:

Warnung vor Bitcoin Profit

Die gefälschte orf.at-Website ist irreführende und betrügerische Werbung für Bitcoin Profit und verweist auf btcprofitnow.pro. Auf btcprofitnow.pro behaupten Kriminelle, dass Besucher/innen Millionen mit Bitcoins verdienen können, sogar, wenn die Kryptomärkte einbrechen. Dazu müssen sie Bitcoin Profit lediglich persönliche Daten bekannt geben und Geld auf ein ausländisches Konto überweisen. In ihrer grafischen Bitcoin Profit-Oberfläche sehen sie schließlich, dass sie mit der Trading-Plattform stetig hohe Gewinne erzielen. Die positiven Entwicklung ihres Guthabens soll Nutzer/innen zu weiteren Geldeinzahlungen bewegen. Fordern sie jedoch eine Auszahlung desselben, ist diese nicht möglich, denn bei btcprofitnow.pro handelt es sich um eine betrügerische Website, die Kriminelle betreiben. Nutzer/innen verlieren den bei Bitcoin Profit einbezahlten Geldbetrag ebenso wie die von ihnen bekannt gegebenen, persönlichen Daten. Kriminelle können diese für Verbrechen unter fremden Namen nützen.

Sie wurden Opfer von Bitcoin Profit?

Sollten Sie Geld an Bitcoin Profit überwiesen haben, ist dieses erfahrungsgemäß verloren. Sie können jedoch versuchen, mithilfe Ihrer Bank eine Rückbuchung der Beträge zu erreichen. Je früher Sie dazu mit Ihrer Bank Kontakt aufnehmen, desto eher steigt die (geringe) Chance dafür, dass das gelingt. Unabhängig davon ist es sinnvoll, dass Sie Strafanzeige bei der Polizei gegen die Betreiber von Bitcoin Profit erstatten und mit ihr das weitere Vorgehen zur Schadensbegrenzung besprechen.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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