Betrüger nutzen Microsoft-Lücke für Erpressung

Annika Hommer, 17. März 2021
Betrüger nutzen Microsoft-Lücke für Erpressung
Artikelbild: Shutterstock / Von Piotr Swat

Die Sicherheitslücken im Microsoft Exchange-Dienst werden laut Expertenschätzungen immer häufiger von Cyberkriminellen für Erpressungen genutzt.

Weltweit sind davon tausende Unternehmen und Behörden betroffen.

Erpressung und Schürfen von Kryptowährung

Die Angreifer versuchen dabei die Betroffenen mit der Verschlüsselung wertvoller Daten zu erpressen. Rüdiger Trost, Sicherheitsexperte des finnischen Softwareunternehmens F-Secure berichtet darüber hinaus davon, dass zudem aufgefallen sei, das befallene Server von den Hackern für das Schürfen von Kryptowährungen missbraucht würden. Trost empfiehlt die unmittelbare Installation des von Microsoft veröffentlichten Sicherheitsupdates, um ihre Daten zu schützen und unnötige Folgekosten durch deren Verschlüsselung zu vermeiden.

Paul-Ehrlich-Institut betroffen

Neben dem Paul-Ehrlich-Institut in Langen und dem deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel sollen noch sechs weitere Bundesbehörden zu den Opfern der Hacker-Angriffe gehören. Dass besonders Impfstoffdaten in Pandemiezeiten attraktive Ziele für staatliche Geheimdienste sind, sei laut Trost keine Überraschung. Bereits im Dezember gab es einen Cyberangriff, bei dem Dokumente über das Biontech/Pfizer-Vakzin von der Europäischen Arzneimittelbehörde gestohlen wurden.

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Quelle: t-online.de

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