Banküberweisungen nach Computer-Kidnapping

Tom Wannenmacher, 25. Oktober 2019
Banküberweisungen nach Computer-Kidnapping
Banküberweisungen nach Computer-Kidnapping

Am Dienstagmittag (22.10.2019) meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Firma Microsoft telefonisch bei einer 69-jährigen Troisdorferin.

Banküberweisungen nach Computer-Kidnapping: Der angebliche Mitarbeiter der Firma Microsoft gab an, dass der Computer der Frau einen Sicherheitshinweis gesendet habe und er den Fehler nun per Fernwartung beheben wolle. Tatsächlich hatte der Computer in den letzten Tagen vereinzelte Fehlermeldungen angezeigt, deshalb war die Troisdorferin arglos. Während des 2-stündigen Telefonates gelang es dem Täter, sowohl auf den Computer der 69-Jährigen zuzugreifen, als auch persönliche Daten durch verschiedenste Eingaben auf der Tastatur zu erfragen.

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Eine Vielzahl von Banküberweisungen

Zur Prüfung der Sicherheit des Online-Bankings gab die Frau auch TAN-Nummern preis. Während der Unbekannte weiter sprach, tätigte er heimlich eine Vielzahl von Banküberweisungen vom Konto der Geschädigten. Diese Überweisungsaufträge weckten den Verdacht der Hausbank, die ebenfalls bei der 69-Jährigen anrief. Erst da wurde ihr klar, dass sie Opfer eines Betrügers geworden war und beendet das Gespräch mit dem Täter. Die Bank konnte einige der Überweisungsaufträge stoppen, trotzdem erbeutete der Telefonbetrüger mehr als 3000 Euro.

Damit Sie keinem Betrüger am Telefon auf den Leim gehen, rät Ihnen Ihre Polizei:

  • Überprüfen Sie immer (am besten mit einer Person Ihres Vertrauens) in Ruhe die angeblichen Anrufer (beispielsweise vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter) auf Echtheit!
  • Finden sich auf der Unternehmensseite Hinweise auf die Anrufe? Lässt sich auf der offiziellen Firmenseite die Nummer des wirklichen Kundenservice nachlesen?
  • Möglicherweise lohnt eine telefonische Nachfrage beim Unternehmen, um Sicherheit über die Authentizität des Anrufers zu bekommen.
  • Legen Sie im Zweifel auf! Sichern Sie vorbeugend regelmäßig Ihre Daten (Fotos, Passwörter und so weiter) vor unbekanntem Zugriff!
  • Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

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Jedes seriöse Unternehmen hat Verständnis für Ihre Vorsicht.

Informieren Sie sich weiterhin regelmäßig über Tipps zum sicheren Umgang mit Unbekannten und geben Sie Ihr Wissen an andere weiter! Erstatten Sie unbedingt Anzeige, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind – auch wenn es Ihnen möglicherweise peinlich ist, auf den Betrug reingefallen zu sein.

Quelle: Presseportal 
Artikelbild: Shutterstock / OLEH SLEPCHENKO


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