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Das Baby mit dem Armband ‘wir sind paris’

Kathrin Helmreich, 23. Oktober 2017

Erneut erreichten uns Anfragen zu dem Baby, das auf seinem Armband ‘wir sind paris’ stehen haben soll. Soll man diese Nachricht weiter verbreiten?

Schon öfter erhielten wir Anfragen zu dieser Nachricht, auch häufig in Kombination mit Foto, die durch die sozialen Netzwerke geistert.
Dabei soll es um Betrüger gehen, die durch einen Link über das Bild, an die Passwörter der Nutzer und diverse Standortinformationen kommen möchten.
Da ist es nur verständlich, dass man sich Sorgen macht, wenn man eine solche Warnung erhält und sich fragt, ob das ein Fake ist oder nicht.
Anfrage einer Userin:

„Was haltet ihr davon? Ich habe es von einer Freundin bekommen und soll es weiterleiten. Danke für euren Rat!“

Dabei geht es um diese Nachricht, die momentan über WhatsApp die Runde macht:
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Quelle: WhatsApp / Screenshot Mimikama

Bild im Klartext:

Es geht ein Bild rum mit einem Baby wo auf seinem Armband ‘wir sind paris’ steht und dort ist ein Link denn dürft ihr nicht öffnen diese Leute haben dann eure Passwörter und wissen wo ihr euch befindet schickt das an so viele Leute wie möglich Danke!

Was wir davon halten, können wir hier ganz direkt sagen, denn:

Es handelt sich hier um einen FAKE!

Ein Kettenbrief auf langer Reise

Denn wir haben hier einen klassischen Kettenbrief vor Augen, der unbedingt weiterleben möchte, indem man Unsicherheit schürt.
Warum wir uns so sicher sind, dass es niemanden gibt, der mit dieser Taktik an Passwörter und Standortinformationen kommen möchte?
Reist man zurück ins Jahr 2015 erhält man die zusätzliche Information, dass diese Warnung angeblich damals durch den Dienst für “Cyber Service Crime French Ministry of Defense” herausgegeben worden sein soll.
Diese Information sei wiederum durch EUROPE 1, einen französischen Radiosender, bestätigt worden.

Doch den “Cyber Service Crime French Ministry of Defense” gibt es gar nicht!
Auch hat EUROPE 1 diese Nachricht zu keiner Zeit bestätigt.

Ergebnis:

Seit gut zwei Jahren geistert diese Nachricht durch die sozialen Netzwerke und konnte bis heute nicht bestätigt werden.
Somit fällt dies in die Kategorie Falschnachrichten – ein Fake, der zum Kettenbrief mutierte und auch heute noch geteilt wird.
Es gibt keinen Link, durch den Betrüger an eure Passwörter oder Standortinformationen gelangen.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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