Aufklärung zu „Rettet die eingemauerten Hunde Sarajevos“

Tom Wannenmacher, 23. April 2012

Eine heiße Debatte haben die angeblich eingemauerten Hunde in Sarajevo hervorgerufen.

Mit reißerischen Titeln, wie z. B. „EINGEMAUERT in einem Haus in Sarajevo“ oder „Hunde können nicht befreit werden“ wird wieder einmal mit dem „Helfersyndrom“ der Facebook-Nutzer gespielt! Die Überschrift „EINGEMAUERT in einem Haus in Sarajevo“ stimmt nicht, denn die Hunde sind nicht „körperlich“ eingemauert, auch wenn das Bild den Anschein macht, sondern die Hunde sind EINGESPERRT in einem Haus. Wir denken, dass Nutzer, bevor sie auf Facebook etwas teilen und dass dann noch mit „Bitte unterschreiben“ oder „Bitte kann jemand helfen“ mal selbst recherchieren sollten.

Facebook-Nutzer sollten, bevor sie solche Sachen veröffentlichen, das Ganze einmal auf Echtheit prüfen, Hintergrundinfos einholen und dann erst etwas veröffentlichen, bei dem sie auch eine Quellenangabe angeben.

Wie soll man bitte mit einer Unterschriftenaktion angeblich „eingemauerten“ Hunden helfen?

Die Hunde sind NICHT eingemauert, sondern sie befinden sich in einem Haus!

Bereits der Begriff „EINGEMAUERT“, in Kombination mit dem veröffentlichen Bild, ist für viele Nutzer bereits verwirrend.

Die Hunde sind dort untergebracht und verhungern und verdursten auch nicht, obwohl dies suggeriert wird.

Um dieses Bild geht es:

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Auf einer Seite erkennt man, dass dieser Hund angeblich eingemauert ist!

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Dem ist aber nicht so! Der / Die Hunde befinden sich in einem Haus, bei welchem man in einer Hausmauer Löcher erkennen kann!

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Hier erkennt man das Loch des veröffentlichten Bildes – allerdings ohne Hundekopf und so kann es schon nicht sein, dass der Hund EINGEMAUERT ist!

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Hier kann man nochmals erkennen, dass der Hund aus dem Loch sieht!

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Nachdem die Medien davon erfahren haben, wurden diese aktiv und fuhren zu dem Haus, indem sich die Hunde befinden!

Fakt ist es, dass es diese Hunde gibt!
Fakt ist, dass die Besitzerin bereits bekannt ist und immer wieder Hunde aufnimmt! Es dürfte sich also eher um einen Fall von Animal-Hording handeln.

Fakt ist, dass bereits etwas unternommen wird und auch die Polizei bereits Vorort ist.
Weitere Infos und Videos zu diesem Thema findet man bei  „sourca.ba“

Die Geschichte selbst dürfte „Jelena Paunovic“ ist Rollen gebracht haben, die eine Tierfreundin ist. Sie machte die Medien auf dieses Haus aufmerksam und veröffentlichte auf Ihrer Facebook-Seite selbst die Fotos, die Sie gemacht hatte.

Frau Paunovic sagte…

“Ich habe schon überall versucht Hilfe zu holen – Veterinäramt, Tierschützer Orgas, Polizei, Hausverwaltung usw. Meine Anfragen wurden immer abgelehnt und es wurde mir gesagt, dass sie nichts machen können, weil das Haus, in dem sich die Hunde befinden, Privatbesitz ist. In diesem Haus stinkt es seit Jahren, in der Nacht kann niemand schlafen wegen des Bellens der Hunde. Letztes Jahr habe ich zufällig die Hausbesitzerin getroffen und sie sagte mir damals, dass sie und ihr Mann die Hunde dort sammeln und dann ab und zu in ihr Wochenendhaus verbringen und dort schlachten. Ich war schockiert!”

Auf Ihrer Facebook-Seite kann man Ihre Fotodokumentation finden, in der sich auch das Foto befindet, zu dem wiederum ANDERE SEITEN (nicht sie selbst!) die Behauptung aufstellen, dass der Hund EINGEMAUERT sei!

image +

Quellenangaben:
http://www.source.ba

UPDATE: 23.04.2012 / 21:27 Uhr sourca.ba – und anderen Plattformen berichteten, dass die Hundehalterin verhaftet wurde und dass die Tiere in ein Tierheim gekommen sind.

Quellen:
Source.ba
Radio Sarajevo
Deutschland sagt nein


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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