Amazon: E-Mailadressen von Kund*Innen an Dritte weitergegeben

Charlotte Bastam, 30. Oktober 2020
Artikelbild: Shutterstock / Von Quisquilia / Screenshot Amazon
Artikelbild: Shutterstock / Von Quisquilia / Screenshot Amazon

Beim Onlinehandel-Riesen Amazon kam es zum Datendiebstahl. Ein Mitarbeiter der Firma gab vertrauliche E-Mailadressen von Kund*Innen an Dritte weiter.

Laut dem Onlinemagazin futurezone sollten Betroffene bereits eine Benachrichtigung erhalten haben, dass ihre E-Mailadresse widerrechtlich weitergegeben wurde. Amazon entschuldigte sich bei den Kund*Innen per Mail und spricht bei dem Vorfall selbst von Diebstahl. Das Unternehmen gab an, dass der Mitarbeiter bereits entlassen wurde.

Der Vorfall bei Amazon ist definitiv ernst zunehmen

Bei Twitter wurde am Wochenende zunächst diskutiert, ob es sich bei der Benachrichtigung von Amazon nicht um eine Fake-Rundmail handeln könnte. Mittlerweile ist jedoch klar, dass der Diebstahl und damit die E-Mail echt sind.

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Auch deutschsprachige Kund*Innen scheinen betroffen zu sein und könnten deswegen laut futurzone jene Mail erhalten haben:

„Guten Tag,

wir möchten Sie darüber informieren, dass Ihre E-Mail-Adresse von einem Amazon-Mitarbeiter unter Verletzung unserer Richtlinien an Dritte weitergegeben wurde. Infolgedessen wurde der Mitarbeiter gekündigt und wir unterstützen die Strafverfolgungsbehörden. Es wurden keine weiteren Informationen zu Ihrem Konto freigegeben. Dies wurde nicht von Ihnen verursacht und daher besteht von Ihrer Seite kein Handlungsbedarf.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und bitten um Ihr Verständnis.

(Dies ist eine automatisch versendete E-Mail. Bitte antworten Sie nicht auf diese Nachricht, da die E-Mail-Adresse nur zum Versenden, nicht aber zum Empfang von E-Mails eingerichtet ist.)

Freundliche Grüße

Amazon.de“

Somit besteht zwar kein konkreter Handlungsbedarf, doch könnte der Spam-Folder die nächsten Tage etwas voller werden. Gleichzeitig ist der Vorfall ein weiterer Hinweis für Lücken im Datenschutz bei Amazon. Dies war nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter*Innen Daten an Dritte verkauft haben.

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