Seit Stunden erreichen uns unzählige Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook bei dem es um das Thema: “Syrische Flüchtlinge sollen in einen Kinderwagen getreten haben”

Stimmt das? Hier unser Fakten-Check!

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Am 25.12.2016 gegen 21:05 Uhr soll es im Anschluss an die Evakuierungsmaßnahmen wegen der Bombenentschärfung in Augsburg, wir haben hier darüber berichtet, zu einem Vorfall gekommen sein.

Alternative- und Meinungsbasierende Webseiten berichten darüber, dass es sich hierbei um syrische Flüchtlinge gehandelt hat, die mit dem Fuß voran in einen Kinderwagen gesprungen sein sollen. Das Kind selbst musste durch einen Rettungsdienst versorgt werden.

Ja, es kam am 25.12.2016 tatsächlich in einem Nachtbus der Linie 9011 (Ersatz der Linie 1) zu einer Handgreiflichkeit, bei der mehrere Personen beteiligt waren. Dies wurde auch seitens der Polizei bestätigt. Darunter auch syrische Staatsangehörige, die vermutlich aufgrund des Kinderwagens, der im Bus abgestellt wurde, in Streit gerieten.

Die Augsburger schreibt dazu:

“Bei der Auseinandersetzung kam es unter mehreren Personen zu Beleidigungen und massiven Handgreiflichkeiten, bei denen mehrere Beteiligte und auch ein eineinhalb jähriges Kind Verletzungen erlitten. Das Kind sei anschließend durch Rettungskräfte erstversorgt worden…”

Ein Transport in die Klinik war jedoch nicht nötig!

Der Tathergang ist noch unklar und wie das Kind verletzt wurde steht bis dato noch nicht fest.  Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der Augsburger, dass einer der Beteiligten mit der Fußsohle voran in den abgestellten Kinderwagen getreten haben soll. Nähere Umstände und Zusammenhänge der Auseinandersetzung sind derzeit aber auch noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Die Polizei Bayern selbst hat dazu am 27.12.2016 folgenden Polizeireport veröffentlicht:

Zeugenaufruf nach Handgreiflichkeiten im Nachtbus

Innenstadt – Am Sonntag (25.12.2016), 21:05 Uhr, im Anschluss an die Evakuierung kam es im Nachtbus der Linie 9011 (Ersatz der Linie 1) zu Handgreiflichkeiten unter mehreren Personen.

Es handelte sich hierbei um syrische Staatsangehörige, die vermutlich aufgrund eines im Bus abgestellten Kinderwagens in Streit gerieten.

Im Rahmen der Auseinandersetzung kam es unter den Personen zu Beleidigungen und massiven Handgreiflichkeiten, bei denen mehrere Beteiligte und auch ein 1 ½-jähriges Kind Verletzungen erlitten. Das Kind wurde anschließend durch Rettungskräfte erstversorgt. Eine Verbringung ins Zentralklinikum Augsburg war nicht notwendig.

Die näheren Umstände und Zusammenhänge der Auseinandersetzung sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Deshalb werden Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder möglicherweise selbst Geschädigte geworden sind, gebeten sich bei der PI Augsburg Mitte unter 0821/323-2110 zu melden. (Quelle)

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