Wenn Sie einen Zettel… und dann auch noch am Auto, also an der Heckscheibe, speziell in Deutschland und Österreich… dann kann es nur ein Kettenbrief sein!

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Ein Fake, besser gesagt ein Hoax. Am Ende ein echtes WhatsApp-Drama. Es handelt sich hier um den Kettenbrief, der sich als „Warnung der Polizei” ausgibt und von einem Fall bei Lidl in Höchberg berichtet. Dort habe eine Person einen Zettel auf der Heckscheibe ihres Autos gefunden. Direkt danach sei das Auto gestohlen worden.

Diese Schreckgeschichte wird erneut (wahrscheinlich gar weiterhin) auf WhatsApp geteilt, am Wahrheitsgehalt dieses Inhalts hat sich jedoch nie etwas geändert: Es handelt sich um einen Fake und somit ist diese Geschichte bei uns wunderbar aufgehoben!

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Der Inhalt des Kettenbriefes lautet (gekürzt, nur erstes Drittel)

WARNUNG DER POLIZEI!!!
Erster Fall in Höchberg am Lidl
Seien Sie vorsichtig und wachsam, es kommt sicherlich auch bald zu uns.
Nach Frankreich erreicht diese Methode nun  Deutschland und Österreich.
Achten Sie auf Zettel auf der  Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode  für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!).
Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und  steigen ein. Sie starten den Motor und legen den  Rückwärtsgang ein.
Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen, bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe.

[…]

Dieser Kettenbrief taucht seit Jahren auf und hat auch eine leichte Dynamik gewonnen, so dass er in den Ortsnamen variiert (es gibt auch eine Version mit Strasbourg anstatt Höchberg). Diese kleinen Mutationen bewirken, meist ist es lediglich die Änderung des Ortsnamen, dass ein solcher Kettenbrief immer akut erscheint und somit angeblich von neuem, speziell in der genannten Region, verteilt wird. Aufgrund des immer neuen regionalen Bezugs fühlen sich immer andere Menschen stärker angesprochen.

Wenn dann das Wort „Polizei” in Kettenbriefen mit ins Spiel kommt, wird es besonders kompliziert: Durch ihren vermeintlich amtlichen Charakter sowie kontraproduktive Glaubwürdigkeit gewinnen solche Kettenbriefe an Popularität. Dies wird noch brisanter, wenn so ein Fake dann von vertrauenswürdigen aber leichtgläubigen Behördenmitarbeitern in gutem Denken unsensibel weitergeleitet werden.

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