Im Moment bekommen wir immer wieder Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook, der u.a. lautet:

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“Islamisten zelebrieren in Halle symbolische Übernahme… und gedenken den im Kampf gefallenen Terroristen von London.” sowie „Der Islam hat Halle (Saale) erreicht ! Unser Händeldenkmal auf dem Marktplatz wird mit einer afghanischer Flagge eingehüllt . Auf die Kommentare, welche sich auf Facebook unter dem Bild befindet, werden wir an dieser Stelle nicht eingehen. Klar ist jedoch, dass diese voller Hass- und Hetze sind.

Es handelt sich um dieses Bild auf Facebook:

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Der Statusbeitrag lautet:

Islamisten zelebrieren in Halle symbolische Übernahme… und gedenken den im Kampf gefallenen Terroristen von London.”

Stimmt nicht! Sie gedenken nicht den im Kampf gefallenen Terroristen von London, sondern es geht um die Opfer der Anschläge von Kabul!

Was sagt die Polizei zu diesem Statusbeitrag?

Wir haben mit der Pressestelle Kontakt aufgenommen und folgende Information erhalten, die wir an dieser Stelle wiedergeben dürfen:

Am 04.06.2017 um ca. 22:00 Uhr wurde eine Ansammlung von Personen auf dem Marktplatz per Videoüberwachung festgestellt.

Beamte, die daraufhin zum Marktplatz fuhren, haben die Personalien der Anwesenden überprüft und den Grund dieser Versammlung erfragt.

Hierbei handelte es sich um eine friedliche Gedenkveranstaltung von Afghanen wegen der Opfer der Anschläge von Kabul.

Diese wurde vor Ort durch die Beamten bis um 0.00h gestattet. Die Personen verhielten sich absolut friedlich, zündeten Kerzen an und hielten auch als Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Kabul die afghanische Flagge an das Händel-Denkmal.

Weitere Informationen finidet man auch auf der Webseite „DubistHalle“ vor.

Auf dieser bekommt man folgendes zu lesen:

Bei einem schweren Anschlag in Kabul vor wenig Tagen, bei dem auch die deutsche Botschaft schwer beschädigt wurde, sind viele Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 Afghanen haben sich am Samstagabend am Händeldenkmal auf dem halleschen Marktplatz versammelt und an die Opfer gedacht. Es wurden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet, außerdem Gebete gesprochen. Auf Plakaten waren Worte wie „Nein zum Terror“ und „Gedenken an Kabul“ zu lesen. Am Sockel des Händeldenkmals waren die afghanische Flagge sowie Fotos der Anschlagswelle von Kabul zu sehen.

Die Polizei war im Vorfeld offenbar nicht informiert und kam gut eine Viertelstunde nach Beginn, überwachte vom Rand aus

Video: Afghanen gedenken der Opfer des Anschlags von Kabul

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