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Wer häufig bei Facebook unterwegs ist, wird auch schon bemerkt haben, dass bestimmte Personen immer ähnliche Statusmeldungen posten.

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Das ist jetzt nichts Negatives und auch teilweise amüsant. Zu beobachten ist auch: die einzelnen Stereotypen posten zumeist selten crossover, sie bleiben ihren Verhaltensmustern treu.

Daher lasst uns heute Abend das kleine Spiel spielen: Zeig mir, was Du postest!

Leichtfüßig und cool: der Digga

Coole Clips, Markierungen in Posts und gerne selbstverliebte Selfies. Der “Digga” lässt es locker angehen. Und macht natürlich alles mit den Kumpels. Wenn der Digga was postet, dann gerne ohne klassischen Satzbau und mit Markierung oder Hashtag.

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(Screenshot: Facebook)

Hier wird man schon allein beim betrachten der Posts gechillt. Hauptsache cool und lustig. Eine Empörung wird es von ihm selten im Newsstream zu lesen geben. Um sich zu empören, müsste man ja Gefühle zeigen – welche Art von Gefühlen auch immer. Es werden eher die Beiträge getrollt oder lächerlich gemacht, die einem nahe kommen, quasi als Abwehrmechanismus.

Der Digga tut keinem weh, er will ja nur spielen. Aber er würde nie politische Inhalte oder Fahndungsfotos von Tierquälern posten.

Die Tierfreundin

Hier zählt jedes Leben! Die Tierfreundin ist freundlich, hilfsbereit und in ihrem Newsstream sind viele Tierbilder zu finden. Manche mit Poesiesprüchen, andere sind mit Hilferufen für leidende Tiere versehen. Meist schreibt sie keine eigenen Meldungen, sondern teilt die Inhalte anderer. Wenn sie selbst etwas schreibt, dann ist sie kurz und direkt in ihrer Aussage.

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(Screenshot: Facebook)

Doch wehe, es geht um begangene Tierqualen! Dann wird die Tierfreundin selber zu Löwin. Mit aller Macht wird sie virtuell nach den Tierquälern fahnden, bis diese ihre gerechte Strafe bekommen.

Aber keine Angst: wer keine Tiere quält, wird in der Tierfreundin eine nette Person im Facebookfreundeskreis haben, die auch immer wieder gerne freundliche Kommentare zu Statusmeldungen hinterlässt.

Das Girlie

Jung, niedlich und hat immer ein Smartphone und einen Spiegel für Selfies dabei. Bei ihr stehen die Freundinnen im eh übergroßen Facebookfreundeskreis im Vordergrund – so wie auch der Hang zum “fishing for compliments”. Ihre Statusmeldungen sind kurz, emotional und sehr gerne mit Markierungen versehen (die anderen sollen ja sehen, dass man was postet).

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(Screenshot: Facebook)

Man kann auch durchaus davon ausgehen, dass die Tastenkombination <3 von Girlies erfunden wurde. Wahrscheinlich … einfach mal so geraten. Die Hölle auf Erden für das Girlie wäre wohl, wenn ihr Smartphone nicht aufzufinden wäre – oder der Spiegel kaputt ist. Oder beides. Oder mal eine der Freundinnen NICHT auf den Komplimentenfischerei anspringt. Aber dann wäre diese Freundin eine Haterin, und “Haters gonna hate”.

Das Girlie hat durchaus Berührungspunkte mit dem Digga, jedoch sind diese meist dann doch eher real physisch. Ihr virtueller Humor, der zwar nahe dem des Diggas ist, ist jedoch nicht so ins Derbe ausgeprägt wie beim Digga.

Der Politophile

Er macht uns auf das Aufmerksam, was wir meist gar nicht mitkriegen würden. Zumindest ist er dieser Ansicht. Der Politophile bringt uns allen nochmal nahe, wie wichtig es ist, die Augen nicht vor dem Politikgeschehen zu verschließen. Für den politophilen ist eine kurze und aussagekräftige Art des Postens charakteristisch.

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(Screenshot: Facebook)

Der Politophile ist jedoch in seiner Gattung sehr vielfältig, so dass wir auf die einzelnen Unterarten und deren Charakteristika nicht eingehen wollen. Gemeinsam haben die bunt gemischten Politophilen jedoch, dass sie oft und gerne kleine Videos mit politischen Inhalten oder Statusmeldungen mit Aussagen posten, die Diskussionen mit ernsten Inhalten initiieren.

Der Politophile ist ein informativer Freund auf Facebook, solange man der gleichen Meinung ist oder einfach die Schnute hält, sofern man anderer Meinung ist. Ganz egal, ob er mit seinen Meldungen recht hat, oder nicht.

Der Satiriker

Der Satiriker beobachtet die Welt und unterhält seine Freunde auf Facebook mit diesen Beobachtungen, die er gerne ad absurdum führt. Auffällig für den Satiriker ist seine kreative und überspitzte Art der Statusmeldungen, die nicht jeder in ihrer Intention direkt versteht.

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(Screenshot: Facebook)

Der Satiriker postet keine politischen Inhalte, außer er will sich über diese lustig machen. Er postet nur Selfies, auf denen er ein wenig eigentümlich aussieht oder eine absurde Geste gibt. Einen coolen Clip (siehe Diggavideo) zu posten, wäre ihm zu platt und absolut nicht lustig. Ein Witz wäre erst dann witzig, wenn er vorher zwei Mal verdreht wird, so dass er zwar in seiner Ausgangsposition wieder da steht, aber zumindest in seinem Verlauf mindestens eine absurde Wendung bekommen hat.

Wer einen Satiriker in der Freundesliste hat, hat zumindest Spaß. Man sollte aber auch zwingend selber Spaß verstehen, da der Satiriker nicht davor Halt mach, über die eigenen Freunde herzuziehen.

Euch noch einen schönen Abend

Man könnte nun durchaus noch mehr stereotype Facebookcharaktere beschreiben, aber den Rahmen wollen wir heute nicht sprengen. Zumal es auch hier gerade nur um pure Freitagabendunterhaltung geht.

Liebe Grüße mit zwinkerndem Auge … Andre