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Kann man vom reinen Genuß der Kuhmilch mit FSME infiziert werden? Eine mehrfach geteilte Statusmeldung auf Facebook suggeriert hier eine geringe Ansteckungshürde. Sind Milchtrinker gefährdet?

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Tatsächlich war diese Gefahr früher häufiger gegeben als heute. Warum? der Weg der Infektion ist recht einfach erklärt: die infizierte Zecke sticht die Kuh, die Kuh ist darauf mit FSME infiziert und bekommt das sogenannte „biphasische Milchfieber“. Das Virus kann so in die Milch gelangen und wenn diese von immunschwachen Menschen getrunken wird, kann jener dann FSME bekommen.

Jetzt stellt sich also die Frage, ob man sich wirklich so einfach infizieren kann. Die Antwort darauf ist ein beherztes Jain!

Nur bei Rohmilchprodukten kann es zu einer Übertragung kommen. Gefährdet sind dabei vor allem bei abwehrschwache Menschen. Durch das Pasteurisieren der Milch sind die Übertragungen auf diesen Weg jedoch sehr selten geworden.

Aber über Rohmilchprodukte kann das noch immer passieren.

In der Slowakei sind 2014 fünf Personen durch Rohmilchprodukte an FSME erkrankt, auch im Baltikum ist das vorgekommen. In Österreich gab es im Jahr 2008 einige Fälle an FSME durch den Verzehr von Rohmilchkäse. Wer also ein Glas Rohmilch aus zeckenbetroffenen Gebieten trinkt, hat ein kleines Risiko sich mit FSME zu infizieren.

Wer jedoch pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt trinkt, hat wenig zu befürchten, denn das Virus ist dann zuverlässig inaktiviert und kann nichts mehr anrichten. In diesem Falle ist kein Grund zur Sorge angebracht.

Verweise:

Autorin: Anke M., mimikama.at