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Erst vor kurzem erhielten wir einige Anfragen bezüglich einer Sparkassen-Quittung von einer Münzeinzahlung.

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Am 17.7.2017 veröffentlichte ein weiterer Nutzer diese Quittung und es trudelten munter wieder Anfragen herein. Die reine Quittung ist echt.

Doch es hat sich etwas verändert: Neuerdings wird behauptet – wohl um mehr Emotionen zu wecken –, dass Kinder betroffen seien.

Der neue Beitrag wird auf Facebook geteilt und sieht so aus:

image

Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama

Das Bild im Klartext:

Achtung!

Sparen kostet ab jetzt in Deutschland für Kinder viel Geld. Wo? Bei der Sparkasse.

Sparbüchse der Kinder haben nun auch keinen Sinn mehr…!

Man zahlt jetzt 27,48€ an die Sparkasse für 201,05€ Münzen zählen. Das sind ca. 13,08%. Wucher! Wie will man einem Kind erklären, das spart, dass es 13,08% von seinem Ersparten an die Sparkasse abgeben muss, weil dieses Geld zählt, was ihnen gehört?

Mir fehlen die Worte hier!

Hebt Euer Geld von den Konten ab, damit die Sparkassen und andere Geldinstitute merken, was es bedeutet, den Sparern das Geld zu nehmen, denn davon lebt eine Bank und eine Sparkasse.

Beste Grüße aus Bayern

Ist diese Quittung nun ein Fake?

NEIN, bei dieser Gebühr handelt es sich um KEINEN FAKE.

Die Statusmeldung impliziert, dass diese Quittung aus einer Einzahlung von Kindern stammt. Dem ist nicht so, denn es handelt sich um die Einzahlung eines erwachsenen Kunden (vergleiche ältere Version).

Daher muss zu dieser Neuveröffentlichung deutlich gesagt werden, dass Kinder, die zumeist am Weltspartag ihr Sparschwein abgeben, an diesem Tag weiterhin kostenlos ihre Münzen einzahlen können.

Zu der Quittung: Seit dem 1. Januar 2015 gibt es diese Gebühr bei den Sparkassen. Die Abgabe von bis zu 50 Münzen ist soweit kostenlos und wie erwähnt, können Kunden am Weltspartag im vollen Umfang gesparte Münzen gebührenfrei zur Sparkasse bringen [1].

In allen anderen Fällen werden bei der Einzahlung von Münzen auch bei Kunden der Sparkasse Gebühren erhoben, sobald die Menge an Münzen bei über 50 Stück liegt.

Der Grund dafür: seit Anfang 2015 müssen alle Münzen einzeln auf Echtheit und Umlauffähigkeit geprüft werden. Mit dieser Maßnahme möchte die Europäische Zentralbank das Falschgeldaufkommen reduzieren.

Somit kann es also auch bei Kunden zu höheren Gebühren kommen, wenn Münzgeld in größerem Umfang (wie beispielsweise 2.798 Münzen) eingezahlt wird.

Hier liegt der Teufel im Detail: die Sparkasse Köln/Bonn spricht bei derartigen Mengen in den eigenen AGB unter B 8.2 von “3,00 EUR pro Safebag oder individuelle Vereinbarung nach Aufwand “, also einer nicht näher definierten Summe.

Diese Gebühren sind also KEIN FAKE, aber auch nicht neu und stehen auch in den AGB diverser Sparkassen. Was auch nicht vergessen werden darf: auch andere Banken erheben Gebühren auf das Einzahlen von Münzen!