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Bei Steam ein Spiel oder Guthaben gekauft? Nicht? Trotzdem hast Du eine Mail mit einer Rechnung bekommen? Dann wird es sich um eine Fälschung handeln, welche den Empfänger in eine Phishingfalle locken soll. Eine Fälschung mit dem Betreff “Sie haben eine Zahlung gesendet”.


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Und das ist bei der im Folgenden dargestellten Mail auch der Fall. Diese Mail tarnt sich als Rechnung einer Bestellung bei Steam. Sie nutzt den vollen Namen des Empfängers in der Anrede und hat ansonsten keine großen Auffälligkeiten, an denen man einen Betrug festmachen könnte. als Absender wird die Adresse zahlung@paypal.de genannt.

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Der Inhalt dieser Mail im barrierefreien Klartext lautet:

Betreff: Sie haben eine Zahlung gesendet

Sie haben eine Zahlung gesendet
Transaktionscode: 655658472

Sehr geehrter Herr [***},

Sie haben eine Zahlung über 451,00 EUR an bestellung@Steam.de gesendet.

Details zu dieser Transaktion online anzeigen

Von Ihnen gesendeter Betrag:
451,00 EUR

Gesendet am:
29. Juni 2016

Viele Grüße
Ihr Team von PayPal

Das Ziel dieser Mail ist es, den Empfänger dahingehend zu manipulieren, dass er auf die Klickfläche “Details zu dieser Transaktion online anzeigen” klickt. Das wäre jedoch der Weg in eine Falle.

Phishingbetrug

Nach einem Klick auf diese Schaltfläche öffnet sich direkt eine Seite, welche PayPal nachempfunden ist, jedoch eine Fälschung ist. Diese Seite wirkt wie ein PayPal-Login, wer jedoch an dieser Stelle sich vermeintlich einloggt, übergibt seine Zugangsdaten direkt an die Phishingbetrüger. In diesem Verlauf schob sich bei uns die Phishingwarnung von Kaspersky Internet Sercurity dazwischen:

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Ohne eine Softwareblockade gelangt man direkt auf eine gefälschte Seite. Die meisten gefälschten Loginseiten sind NICHT von den echten Seiten auf PayPal zu unterscheiden, hier hilft lediglich ein Blick in die Adressleiste des Browsers. Die falschen Seiten haben keine https Verbindung (optisch meist durch grüne Elemente in der Adresszeile dargestellt).

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Im Laufe einer vermeintlichen Anmeldeprozedur erscheinen grundsätzlich verschiedene Eingabefelder, die jedoch alle gefälscht sind. Zunächst erscheint ein klassicher Login, danach soll man persönliche- und Adressdaten eingeben, im Anschluss daran sensible Bankdaten.

Vorsicht! Jede Art der hier getätigten Eingaben landet in Betrüger-Datenbanken!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anredejedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.