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In großer Schrift sticht es dir direkt ins Auge: Die Zahlung von knapp 500 € für einen SSD Datenspeicher wurde abgelehnt. Der Grund: Es gab einen unautorisierten Zugriff.

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Und tatsächlich haben alle Empfänger der E-Mail diesen Kauf nicht getätigt, worum es dem Absender der Mail auch geht: Der angebliche Einkauf soll Verwirrung stiften. Die Empfänger der Mail sollen davon ausgehen, dass fremde Personen auf das eigene Amazonkonto zugegriffen hätten und Amazon dieses Konto nun aus Sicherheitsgründen deaktiviert habe.

Das stimmt jedoch alles nicht. Hier haben Betrüger eine E-Mail konstruiert, mit der sie die jeweiligen Empfänger auf eine Webseite locken wollen, wo eine vermeintliche Wiederherstellung des Kontos stattfindet.

Der Absender der E-Mail gibt sich zwar als Amazon aus, jedoch hat Amazon mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Amazon selbst wurde hier Opfer, indem sein Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken! Da die E-Mail blind gestreut versendet wird, trifft sie natürlich auch auf Personen, die keinen Account bei Amazon besitzen.

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Über den optisch dargestellten Button „Konto wiederherstellen” wird man auf eine Webseite mit der Adresse „prime-store. su” geleitet. Hier findet man eine Anmeldeseite vor, die dem Login bei Amazon nachempfunden ist. An dieser Stelle beginnt die eigentliche Falle, denn sowohl die Anmeldefelder, als auch die Formularfelder auf den Folgeseiten sind Fälschungen.

Die in diese Felder eingegebenen Daten landen direkt in den Händen von Betrügern, die damit Schäden anrichten können.

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammten sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- und Kreditkarten- oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche „Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche durch Individualität glänzten: Diese konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Generell ist zu beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link anklicken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.