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Tippe „xoxo“ und schaue was passiert!

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So manches nette Feature wurde von Facebook bisher eingeführt: Die Emotions-Reaktionen anstelle des einfachen „Likes“, der „aufblasbare Daumen“ im Chat, etc.
Facebook setzt auf Emotionen. Und seit Neuestem fliegen nun auch die Herzchen, wenn jemand mit „xoxo“ (hugs and kisses) kommentiert. So sieht das Ganze dann in Aktion aus: Sobald man seinen Kommentar mit „xoxo“ abgesendet und Facebook ihn verarbeitet hat, wird dieser im Kommentar selbst rot, und es steigen Herzchen auf, die sich dann in einer netten Animation weiter teilen und schließlich verschwinden.

Hat man das Spektakel verpasst, kann man einfach auf das nun in rot angezeigte „xoxo“ klicken, und es herzt von Neuem.

 

Allerdings ist die Funktion anscheinend noch nicht bei allen Nutzern freigeschaltet. Generell werden neue Features nicht auf einen Schlag weltweit aktiviert, sondern gestaffelt nacheinander für von Facebook willkürlich gewählte Gruppen. Wenn’s also mit dem Küssen noch nicht klappt, einfach weiter probieren.

Xoxo?

Das bei uns eher weniger bekannte „xoxo“ ist z.B. in den USA verbreitete Gewohnheit um damit Chats, Mails, Grußkarten oder andere Nachrichten zu signieren. So ungefähr wie bei uns das „HDL“ oder „HDGDL“, was mitunter durch die Zeichenbegrenzung bei SMS entstanden ist.

Dabei steht das „X“ für einen Kuss, das „O“ für eine Umarmung (hug).

Xoxo hat jedoch – am Rande bemerkt – noch eine ganz andere Geschichte, die bis in die Anfänge des Christentums zurückführt. So zumindest eine Erklärungsvariante:

Das X stand bzw. steht immer wieder für Christus (altgr. „Χριστός“), besonders in den USA, wo „X-mas“ als Bezeichnung für Weihnachten ja weit verbreitet ist. Analphabeten haben daher auch vielerorts mit einem oder drei „X“ als Handzeichen unterschrieben. Damit erlangte das Kreuz ungefähr eine Bedeutung von „In Christus Namen, es ist wahr“. Häufig, besonders bei offiziellen Unterschriften, wurde das Handzeichen noch mit einem Kuss besiegelt – über die Jahrhunderte fand das „X“ Eingang in „xoxo“.

Und das „O“? Hier wird es schwammig, was die Erklärungsversuche angeht, es fehlen allerlei Belege. Vermutet wird eine Beziehung zum Judentum, wo viele jüdische Einwanderer in die USA ein „O“ anstelle des „X“ für ihre Handzeichen verwendeten.

In jedem Fall wurde es zum geflügelten Ausdruck für Umarmungen und Küsse, auch wenn heute niemand mehr genau weiß, wie.

Aber auch andere Wörter lassen die Herzen steigen

Wir haben in minutenlangen Selbstversuchen festgestellt, dass „xoxo“ nicht das einzige Schlüsselwort ist, was die Herzchen-Animation auslöst.

So fanden wir die Wörter „bisous“ (französisch) und „baci“ (italienisch), die auch diesen Effekt haben. Interessanterweise „beso“ (spanisch) jedoch nicht.

Findet ihr vielleicht noch andere Wörter? Probiert es in den Kommentaren zu dem Artikel hier gerne mal aus!

Autor: Rüdiger

Quellen

http://www.todayifoundout.com/index.php/2013/06/how-xoxo-came-to-mean-hugs-and-kisses/
https://www.visualthesaurus.com/cm/candlepwr/xoxo-marks-the-spot/
http://modernnotion.com/where-did-xoxo-originate/