Wolfang Lippert machte mit Kryptowährung 2,3 Millionen Euro!?

Wolfang Lippert machte mit Kryptowährung 2,3 Millionen Euro!?

Von | 22. Januar 2019, 10:07

Wenn das Finanz-Portal von BILD dies sagt, wird das sicher stimmen … oder?

Leider nein! Denn die BILD hat nie behauptet, dass Wolfgang Lippert im „Frühstücksfernsehen“ zeigt, wie er mächtig Kohle mit einer Bitcoin-Plattform macht, auch wenn diese Webseite dies vermuten lässt:

Screenshot by mimikama.at

Screenshot by mimikama.at / Quelle

Wolfgang Lippert verrät, wie er nach seinem Konkurs 2,3 Millionen Euro machte. Er behauptet, dass jeder das tun kann und zeigt bei „Frühstücksfernsehen“, wie das geht!

„fabricated content“

Es handelt sich hierbei um eine gefälschte Webseite, die das Corporate Design der BILD-Zeitung missbräuchlich verwendet.

Der scheinbar redaktionelle Inhalt rund um die Geschichte Wolfang Lipperts, stellt also nur einen Köder dar, um den Leser zu überzeugen, dass auch er in der Lage ist eine Menge Geld zu bekommen, ohne viel zu arbeiten. Auch das angebliche „Live-Beispiel“ mit Marlene Lamberger dient lediglich diesem Zweck.

Denn nach der Lobhudelei, wie viel Geld man nicht mit diesem Bitcoin-Algorithmus machen kann, wird der Nutzer erstmal selbst zur Kasse gebeten:

Screenshot by mimikama.at

Screenshot by mimikama.at

Zumeist landen Facebook-Nutzer auf diesen gefälschten Seiten durch gesponserte Werbung auf der gleichnamigen Social Media Plattform.

Solche Bitcoin-Köder-Geschichten hatten wir in der Vergangenheit schon des Öfteren. Sei es im Namen von „Die Höhle des Löwen“ oder der österreichischen „Zeit im Bild“ – sie alle führen zu kommerziellen Fakenews.

Reputationsschäden

Schaut man aber genauer hin, findet man auf solchen Webseiten weder ein Impressum noch eine Datenschutzangabe oder sonstige Informationen, die diese Webseite transparent und seriös machen würden.

Es geht nur darum, Kunden zu fangen und ein Produkt möglichst werbewirksam in Szene zu setzen.

Nicht nur, dass mit falschen Nutzer-Kommentaren geworben wird, auch der Name der BILD und des „Frsühstücksfernsehen“ wird missbraucht. Das schadet dem Ruf sowie der Glaubwürdigkeit der Zeitung sowie Show.

Ergebnis:

Hinter diesen meist gesponserten Werbebeiträgen verstecken sich kommerzielle Fakenews, die keinen Wahrheitsgehalt haben – müssen sie auch nicht. Dem Verfasser des Inhalts ist es schlicht egal, wie oder womit er die Nutzer ködert.

Es geht ihm lediglich darum, Werbung anzuzeigen bzw. Werbelinks wirksam einzubauen und wie in diesem Fall den Nutzer um 250 Euro per Kreditkartenzahlung zu erleichtern.

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