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Schon seit Jahren beschwören die Blogs von „Michael Mannheimer“ & Co den Untergang des Abendlandes hervor, da die Asylanten deren Meinung nach nur Sozialschmarotzer sind oder uns die Arbeit wegnehmen (ja, wie denn nun?).

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Nun scheinen sie uns auch noch die Wohnungen wegzunehmen:

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Zu dem Artikel in blick.ch hat Mannheimer natürlich auch einige martialische Worte gefunden, welche da lauten:

Was Karin Ottinger  und ihrer Familie gerade geschieht, kann auf eine unbekannt große Zahl weiterer Haus- und wohnungsbesitzer in Deutschland und anderen Staaten Westeuropas zukommen: Sie müssen ihr eigenes und hart erarbeitetes Haus verlassen, um eine Flüchtlingsfamilie aus irgend einem fernen Land dieser Welt aufzunehmen. Vorzugeweise Moslems, mit hoher Wahrscheilichekti Scheinasylanten (sog. Wirtschaftsflüchtline), oft auch Verbrecher und Schwerkriminelle, aber auch Geisteskranke, die – wie man mittlerweile weiß – von Regierungen wie Ägypten, Syrien, der Türkei und anderen Ländern in Flüchtlingsboote gesetzt werden, um sie loszuwerden und sie den dummen Europäern aufzubürden.“

Lassen wir die Worte erst einmal ein wenig auf uns wirken.

Wir überlesen dabei auch sämtliche Rechtschreibfehler, die halt entstehen, wenn man einen Text emotional hochgepuscht schnell schreibt, sondern akzeptieren kopfnickend, dass nun sicher auch in Deutschland bald ausländische „Verbrecher, Kriminelle und Geisteskranke“ unsere erzwungenen Nachmieter werden, wie es uns „Mannheimer“ suggerieren möchte.

Doch was ist nun wirklich an der Sache dran?

Tatsächlich bekam die Schweizerin Karin Ottiger der Gemeinde Moosleerau AG ein Einschreiben mit einem Kündigungsschreiben für die Wohnung.

Der Gemeinde gehört das Gebäude und meldete Eigenbedarf an. Da sie auch verpflichtet sind, Asylbewerber aufzunehmen, bekam Familie Ottiger die Wohnungskündigung. So weit, so Skandal.

Doch ist das weder das Ende der Geschichte noch die ganze Wahrheit!

Verständlicherweise schlugen da erst einmal Wellen der Empörung durch die Presse, so dass der Verwaltungsrat den Fall schleunigst prüfte und peinliche Fehler zugeben musste.

  1. Bevor eine Wohnung zwangsgekündigt wird, ist es immer ratsam, das Gespräch mit dem jetzigen Mieter zu suchen, um die Situation absehen und besprechen zu können, was die Gemeinde unterließ.
  2. Die Wohnung war vor eineinhalb Jahren, als die Familie einzog, bereits ursprünglich für künftige Asylbewerber vorgesehen, hätte also erst gar nicht an Frau Ottiger vermietet werden dürfen.

Innerhalb weniger Tage ruderte der Gemeinderat also ganz schnell zurück und wird Frau Ottiger mit ihrer Familie weiterhin dort wohnen lassen.

Ein zugegebenermaßen sehr peinlicher Fehler der Gemeinde Moosleerau, der jedoch ein gutes Ende nahm. Natürlich interessiert das die fremdenfeindlichen Blogs herzlich wenig, sondern es wird weiterhin behauptet, dass es nun Gang und Gäbe sein wird, dass Wohnungen wegen Asylbewerbern geräumt werden, ohne jegliche Begründung auch „bald in Deutschland“.

Fazit:

Meldung stimmte zum Teil, Geschichte entwickelte sich zum Guten, „Mannheimer“ verdrehte mal wieder die Fakten so sehr, dass man mal wieder den „verbrecherischen, kriminellen und geisteskranken“ Asylanten alles in die Schuhe schieben kann.

Autor: Ralf, mimikama.at

Quellen:
http://www.blick.ch/news/schweiz/karin-ottiger-und-ihre-familie-in-moosleerau-ag-sind-verzweifelt-sie-muessen-raus-wegen-asylbewerbern-id3320226.html
http://www.bzbasel.ch/aargau/wyna-suhre/schweizer-raus-asylbewerber-rein-gemeinderat-gibt-fehler-zu-128633363

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