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Ist dir bereits aufgefallen, dass Fakegewinnspiele vorwiegend an Wochenenden gestartet werden? So wie auch dieses wunderschöne Gewinnspielchen um drei mobile Häuser.

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Jetzt fragst du dich natürlich, wieso „mobile Häuser” verlost werden? Die Antwort darauf ist recht einfach, denn hier hat Facebooks automatische Übersetzung zugeschlagen, denn das Originalgewinnspiel ist auf Spanisch verfasst worden und dort lautet es „casas móviles”. Da Facebook nicht ganz so gut mit der Übersetzung klarkommt, wirkt der Text dieses (angemerkt überaus erfolgreichen) Fakegewinnspiels ein wenig holprig:

Gewinnspiel!
Dieser September – wir verlosen drei schöne mobile Häuser für drei Familien. Um an der Verlosung teilzunehmen:
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Über 100.000 Menschen können nicht irren? Doch, sie können. Und sie tun es. Eine schlechte Übersetzung bei Facebook ist zwar noch lange kein Beweis für ein Fakegewinnspiel, doch es gibt ein paar weitere einfache Punkte, die man checken kann und mit deren Hilfe man ein Fakegewinnspiel enttarnen kann:

  • Inhaber der Seite / Ansprechperson
  • Impressum
  • Kontaktmöglichkeit
  • Teilnahmebedingungen

Der seriöse Gewinnspielveranstalter

Findet man wirklich absolut keine Informationen zu oben genannten Punkten, kann man zu 100% davon ausgehen, dass es sich wirklich um kein seriöses Gewinnspiel handelt.

Jedes vertrauenswürdige Unternehmen ist transparent und man weiß, worauf man sich einlässt. Ohne Regeln zu spielen führt schlussendlich nur ins Chaos.

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Wir prüfen also den Reiter Infos, ob man hier die nötigsten Informationen findet, doch leider: Wie man sieht, sieht man nichts. Diese fehlende Info ist im Grunde schon hinreichend als Beleg, dass es sich um ein Fakegewinnspiel handelt. Und das bedeutet natürlich: hier gibt es nichts zu gewinnen! Hier handeln unbekannte Seitenbetreiber nach ihren eigenen Motiven, die rein gar nichts mit dem vorgeblichen Gewinnspiel zu tun haben.

Was noch passieren kann

Warum gibt es dieses Gewinnspiel? Natürlich steckt hinter diesen Seiten ein finanzielles Interesse. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man aus erfolgreich verlaufenden Fakegewinnspielen Profit schlagen kann. Angefangen von eher harmlosen Seitenverkäufen bis hin zu bösen Abofallen ist alles drin. Wir haben bisher bei großen Mengen an Fake-Gewinnspielen beobachten können, dass diese Art der Gewinnspiele immer recht ähnlich verlaufen. In einer ersten Stufe glänzen sie mit ihrer einfachen Teilnahme. Man soll einen hochwertigen potentiellen Gewinn teilen und liken. Kann jeder, das ist keine Hürde. Damit werden Menschen angelockt.

Möglichkeit “Seitenverkauf”

Mit Hilfe dieser Lockveranstaltungen wird dann die Seite “gezüchtet”. Der Seitenbetreiber arbeitet daran, die Fanzahlen in die Höhe zu treiben. Ab einem bestimmten Punkt findet sich diese Seite dann zum Verkauf. Die Fans wundern sich lediglich irgendwann, welche Inhalte sie nach dem Verkauf zu Gesicht bekommen und warum sie diese Seite gelikt haben.

Möglichkeit “Affiliate”

Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl wird die Beschreibung des Gewinnspiels verändert. Die Teilnahmebedingungen bekommen einen Zusatz und meist wird ein Link eingefügt, den man besuchen soll. Dort warten dann irgendwelche Partnerprogramme, über welche der “Veranstalter” Provisionen einsackt. Im harmlosen Fall sind es Partnerprogramme, die dem Teilnehmer einen Haufen Werbung bescheren, im extremen Fall verbirgt sich für die Besucher via Smartphone eine WAP-Billing Abofalle hinter dem Link (bei welcher der Veranstalter natürlich ebenso Provisionen kassiert). Hin und wieder findet man diese hochgezüchteten Facebookseiten dann auch bei eBay zum Verkauf angeboten.

Egal was da noch passiert: den angepriesenen Gewinn gibt es nicht! Daher merke Dir: es ist niemand da, der diesen Audi, 100.000 iPhones oder 50.000 PS4 verlost. Nein, es gibt sie nicht, diese ritterlichen Wohltäter des Netzes. Sie sind eher Gaukler, die ihre Nutzer dazu verleiten, brav wie Klickvieh aus der Hand zu fressen.