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10.10.2017- Ludwigsthal/Frauenau- Am Dienstagvormittag wurde ein Tier getötet, da eine Betäubung unmöglich war

„Leider müssen wir mitteilen, dass ein weiterer der vormals sechs aus dem Tier-Freigelände bei Ludwigsthal entlaufenen Wölfe geschossen werden musste“,

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berichtet Jörg Müller, stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.

„Wir unternehmen weiterhin alles um der Tiere lebend habhaft zu werden. Wir bedauern, dass ein Einfangen in diesem Fall nicht möglich war.“

Dafür habe sich das Tier, welches im Raum Frauenau angetroffen wurde, zu schnell bewegt und war zu weit entfernt. Narkosegewehre funktionieren bei Wölfen nur auf kürzere Distanzen. Mittlerweile wurde zweifelsfrei bestätigt, dass es sich bei dem erlegten Tier um einen der Gehege-Wölfe handelt.

Die Suche nach den verbliebenen drei entlaufenen Wölfen läuft derweil unter Hochdruck weiter. Die Bemühungen, die wohl mutwillig von Dritten freigelassenen Tiere lebend zu fangen, wurden von Seiten der Nationalparkverwaltung mit Hilfe der Nationalparks Šumava und Berchtesgaden noch einmal intensiviert.

„Wir haben jetzt noch mehr Lebendfallen im Einsatz“,

erklärt Müller. Auch die Suchtrupps mit Narkosewaffen im Gelände wurden nochmals verstärkt. Als letzte  Option steht weiterhin aber auch ein Abschuss im Raum.

Beim Aufeinandertreffen mit einem Wolf sollte man dem Tier gegenüber mit Respekt begegnen. Man sollte nicht weglaufen, sondern sich langsam zurückziehen. Sollte einem ein Wolf trotzdem zu nahe kommen, sollte man auf sich aufmerksam machen, laut sprechen, gestikulieren oder sich anderweitig bemerkbar machen. Hunde sollten in jedem Fall angeleint sein. Dem Wolf sollte man weder nachlaufen, noch Futter anbieten oder Fotos machen wollen.

Quelle: nationalpark-bayerischer-wald.de



Lindberg, Lkr. Regen – Am Freitag, 06.10.17, wurde die Polizei um 06:25 Uhr darüber informiert, dass aus dem Wolfsgehege des Nationalparks Bayer. Wald, Haus zur Wildnis, sechs Wölfe entwichen sind.

Vor Ort wurde durch eine Streife der Polizeiinspektion Zwiesel festgestellt, dass das Gatter des Geheges offen stand. Das zugehörige Vorhängeschloss war entfernt worden.

Bei der Aufnahme am Freitag wurde durch die Beamten eine Spurensicherung am Gatter und im näheren Umfeld durchgeführt. Die weiteren Ermittlungen wegen eines möglichen Vergehens nach dem Tierschutzgesetz werden durch die Polizeiinspektion Zwiesel in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf geführt. Die Auswertung der gesicherten Spuren dauert an.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde das Gatter im Zeitraum von Donnerstag, 05.10.17, ca. 18:00 Uhr, bis Freitag, 06.10.17, 06:00 Uhr, von einem oder mehreren bislang unbekannten Täter(n) geöffnet.


Sechs Wölfe

Nachdem sechs Wölfe aus dem Gehege des Nationalparkzentrums Falkenstein bei Ludwigsthal ausgebrochen waren, sind fünf der Tiere weiterhin im Umgriff ihres knapp sechs Hektar großen Gatters unterwegs. Mit rund 35 Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald wurde bis zur Abenddämmerung versucht, die Wölfe zurück ins Gehege zu treiben. Der sechste entflohene Wolf wurde bereits in der Nacht auf der in der Nähe vorbeiführenden Waldbahn-Strecke von einem Zug getötet.

„Wir setzen weiter alles daran, die Tiere schnellstmöglich einzufangen“,

betont Nationalparkleiter Franz Leibl.

Bereits am Freitagvormittag wurde vergeblich versucht, die zu diesem Zeitpunkt noch in Gehegenähe befindlichen Wölfe mithilfe einer Treiberkette vorsichtig wieder ins Gehege zurück zu treiben. Die Mitarbeiter sind seitdem in kleinen Teams sowohl mit Narkosegewehren als auch mit scharfer Munition bewaffnet im Gelände unterwegs. Zusätzliche Narkosegewehre entlieh sich die Nationalparkverwaltung bei den Tiergärten in Straubing und Lohberg. Bei den eigens mit Wärmebildkamera und Nachtsichtgeräten ausgerüsteten Tierpflegern, die durchgehend in den letzten beiden Nächten den Hochsitz an der Fanganlage besetzten, ließen sich die Tiere nicht blicken. Seit Samstag steht zudem eine beköderte Kastenfalle in der Nähe des Wolfsgeheges.

Da die Tiere nicht als Rudel unterwegs sind, sondern sich zwischenzeitlich allein oder zu zweit auf einer Fläche von etwa 50 Quadratkilometer bewegen, wird ein Einfangen zunehmend unwahrscheinlicher. Nachdem es im Verlauf des Samstags im Bereich Frauenau zu kritischen Situationen mit Personen und einem Wolf gekommen ist, wurde auch der Abschuss der Tiere, vorrangig in Ortsnähe, als finale Option beschlossen.

Im Verlauf des Sonntagvormittags kam es zu einer erneuten Wolfssichtung zwischen Zwieselerwaldhaus und Ludwigsthal, bei der das Tier, nachdem Fang- und Betäubungsversuche gescheitert waren, getötet wurde.

„Gehegewölfe sind in ihrem Verhalten nicht mit wilden freilebenden Wölfen zu vergleichen, sie zeigen gegenüber den Menschen wenig Scheu und ein anderes Verhalten. Wir können und werden hier zum Schutz der Menschen kein Risiko eingehen“

resümierte Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Zwiesel unter T. 09922/8406-0 entgegen.

Quelle: Polizei Bayernnationalpark-bayerischer-wald.de