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Seit einigen Tagen bekommen wir von diversen Facebook-Nutzer die Info, dass es auf Facebook eine “Seite” gibt, die angeblich mit der Hochwassersituation Ihr eigenes Geschäft ankurbeln möchte. Die Seite soll angeblich ein „Energydrink-Hersteller” sein. Wir versuchen seit Tagen diese Aussagen zu prüfen, denn auch wir von ZDDK sind uns hier nicht ganz sicher ob dem so ist oder nicht! Heute bekamen wir jedoch einen Pressebericht von der “Arbeiterkammer Niederösterreich” die genau über diese “Seite” berichtet. An dieser Stelle veröffentlichen wir nun diesen Pressebericht und würden gerne EURE Meinung dazu wissen: “Wie denkt Ihr darüber? Geschäftemacherei oder einfach nur Hilfsbereit?”

Facebook: Infoseite - Hochwasser 2013 Österreich

AKNÖ warnt vor Hochwasser-Infoseite im Internet

„Hochwasser wird schamlos ausgenützt, um Produktwerbung zu machen“ 

Wien (OTS/AKNÖ) – „Wir raten den hilfsbereiten Österreicherinnen und  Österreicherin, ihre Hilfsbereitschaft nicht ausnützen zu lassen.  Keine Daten hinterlassen auf www.LSDEnergy.com!“, so die Warnung der  Arbeiterkammer Niederösterreich.  Knapp 125.000 Fans hat die „Infoseite – Hochwasser 2013 Österreich“  bereits auf Facebook. Neben Hochwasserbildern und Postings zum  Hochwasser wird auf der Seite ungeniert für einen Energydrink  geworben.

Auf einer verlinkten Homepage werden Besucher dazu aufgerufen, sich als Hochwasser-Helfer eintragen zu lassen – samt Name und Telefonnummer.
Dutzende Personen haben sich bereits eingetragen, ihre Daten sind im Internet frei zugänglich.

„Wir raten dringend davor ab, persönliche Daten auf dieser Homepage  zu hinterlassen.
Die Daten werden unverschlüsselt übertragen und sind  für alle frei ersichtlich. Auf diese Art und Weise können die  Konsumenten schnell Opfer von Spambots werden – das sind Computerprogramme, die Webseiten nach persönlichen Daten absuchen und diese Daten dann illegal für Werbezusendungen und Spammails verwenden“, so die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Niederösterreich.

Außerdem fehle auf der Hochwasser-Infoseite www.LSDEnergy.com ein Hinweis, ob und in welcher Form die geposteten Daten vom Unternehmen selbst genutzt werden, wie lange sie gespeichert bleiben, wie sie wieder gelöscht werden etc. Auch der auf der Homepage angesiedelte Onlineshop für den Energydrink wird von den Konsumentenschützern kritisiert: „Da fehlen einige Standards, die man sich von einem Onlineshop erwartet: exakte Vertragsbedingungen für den Onlinekauf, https-Verschlüsselung beim Shoppen, Hinweise auf Rücktrittsrecht etc.

Die AKNÖ prüft außerdem die Zulässigkeit einer Klage wegen unlauteren Wettbewerbs. „Hier wird das Hochwasser schamlos ausgenützt, um Produktwerbung zu machen. Da wird eine Grenze überschritten“, so die AKNÖ.

Arbeiterkammer Niederösterreich
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit,
Chef vom Dienst
Tel.: (01) 58883-1200
presse@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

Verweis: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130604_OTS0169/aknoe-warnt-vor-hochwasser-infoseite-im-internet

UPDATE 5.6.2013 / 20:44 Uhr

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Soeben hat die Arbeiterkammer folgendes veröffentlicht!

Inoffizielle Hochwasser-Infoseite bessert nach AKNÖ-Kritik beim Datenschutz nach

Offen zugängliche persönliche Daten von Helfern auf Homepage werden gelöscht

Der Betreiber der Facebook-Seite „Infoseite – Hochwasser 2013 Österreich“ wird die bisher an ihn übermittelten persönlichen Daten von freiwilligen Helfern an eine offizielle Hilfsorganisation weiterleiten und die frei einsehbaren Userdaten von seiner Homepage löschen.

Das ist das Ergebnis nach Gesprächen zwischen der Arbeiterkammer Niederösterreich und dem Energy-Drink-Vermarkter LSDEnergy.
Der Unternehmer sammelte auf seiner Homepage Telefonnummern und Mailadressen von hilfsbereiten Usern, die im Rahmen des Hochwassers helfen wollen. Dutzende Personen hatten sich eingetragen, ihre Daten waren im Internet frei zugänglich.
„Wir haben uns betreffend sorgsamen Umgang mit Userdaten geeinigt. Von Seiten der Firma wurde uns versichert, dass es zu keiner missbräuchlichen Verwendung der Daten gekommen ist und auch nicht kommt. Auch beim Onlineshop werden notwendige Änderungen wie Hinweis auf Rücktrittsrecht laut Fernabsatzrichtlinie nachgezogen“, so die AKNÖ.
Die Facebook-Seite selbst bleibt online. „Dass ein Unternehmen im Katastrophenfall helfen will, ist nichts verbotenes – solange dabei geltende Gesetze eingehalten werden“, so die AKNÖ.

Verweis: http://noe.arbeiterkammer.at/online/aknoe-kritik-wirkt-73025.html

ZDDK: Hat hier die Arbeiterkammer zu rasch auf etwas reagiert was gar nicht da war?

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