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Trotz aller Aufklärungsmaßnahmen scheint es immer wieder beliebter zu sein, dem Fake zu glauben, anstatt der Wahrheit. Die letzten 5 Tage haben wieder in aller Deutlichkeit gezeigt, wie wichtig es ist, vor dem Teilen zu überlegen, was man da eigentlich teilt.

Wird eine Falschmeldung ungewöhnlich oft geteilt, bekommt sie schnell eine Eigendynamik, wird gern auch mal verändert und neu hochgeladen, und erlangt durch ihre Stetigkeit leider auch Glaubhaftigkeit.  Die Glaubhaftigkeit der Falschmeldungen zieht so weite Kreise, dass sogar Zeitungen, TV und manchmal selbst die Polizei in ihren Bann gezogen werden.

Jüngste Nachricht:

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»Ein solcher Sachverhalt hat sich im Kreis Gütersloh niemals zugetragen. Es handelt sich lediglich um aufschreckende Gerüchte, die im Internet kursieren und denen jegliche Grundlage fehlt«, stellt Polizei-Sprecherin Corinna Koptik klar.

Der komplette Bericht ist auf dem Online Auftritt des Westfalen-Blatt zu lesen ( http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2014-01-20-es-gab-keine-kindesentfuehrung-9329870/613/ ).

Die Meldung, welche die Polizei Gütersloh zu dieser öffentlichen Stellungnahme gezwungen hat, ist die unlängst bekannte Fakemeldung, welche bei uns hier zu finden ist:
http://www.mimikama.at/allgemein/facebook-fake-shock-news-die-rumnischen-frauen-die-angeblich-einen-2-jhrigen-entfhrten/

In diesem Bericht haben wir auf mehrere Gefahren hingewiesen, die durch unbedachtes Teilen entstehen können. Neu ist jedoch jetzt, dass auch die Polizei sich ohnmächtig gegenüber der Teilungs-Schwemme sieht. Gerade an dieser Stelle sollte uns allen bewusst werden, dass man, durch unnötiges Teilen von Falschmeldungen, am Ende Polizeiressourcen beansprucht, die vielleicht an anderen Stellen wesentlich wichtiger wären.

Richtigstellungen scheinen kaum zu interessieren

An dieser Stelle kurz der Bezug zu einer Vermisstenmeldung vom letzten Wochenende (unser Bericht vom 20. Januar http://www.mimikama.at/allgemein/facebook-nutzer-und-die-vermisstenmeldungen/ ). Die Vermisstenmeldung selbst wurde innerhalb von zwei Tagen mehr als 43.000 mal geteilt. Das ist im Grunde durchaus löblich, sofern ein Kind tatsächlich von der Polizei gesucht wird.
Wenn jedoch die Entwarnung, welche keine 12 Stunden später an gleicher Stelle veröffentlicht wird, in dem gleichen Zeitraum nur 463 mal geteilt wird, dann sollte das zu denken geben.

Und das Fass hat keinen Boden

Diese Beobachtungen gewinnen einen weiteren faden Beigeschmack, wenn man eine heute eingesendete Meldung anschaut:

Zurzeit werden im raum Herford in Deutschland wieder vermehrt wäschekörbe verteilt. In diversen gruppen auf Facebook wird nun vor tierfängern und Einbrüchen gewarnt. Ein verweis von mir auf eure website wurde mit einem verweis auf folgende homepage beantwortet: www.haustierdiebstahl-XXXXXXXXXXXXX. de leider legen die verängstigten gruppenmitglieder mehr wert auf diese (wahnsinnig professionell aussehende /ironie off) homepage als auf die verweise zu eurer berichterstattung.“

Auf dieser Seite haben wir, nach erster Betrachtung, direkt mehrere Beiträge entdeckt, über die wir bereits berichtet haben, und die sich als Falschmeldungen herausgestellt haben.

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Grundsätzlich ist nicht alles falsch, was dort verbreitet wird, jedoch wird auch hier viel Panik geschürt, ohne überhaupt ein Wort zu verlieren, dass es sich um einen Hoax handeln könne.

Hier NOCHMAL unser Bericht, mit der klaren Aussage, dass es sich um einen Mythos handelt: http://www.mimikama.at/allgemein/der-mythos-von-katzenfngern-die-als-altkleidersammler-getarnt-sind/

Das Resultat: Angst und Verunsicherung

Menschen trauen sich nicht mehr in Kaufhäuser, ehrenamtliche Mitarbeiter, welche an Altkleidersammlungen helfen, werden mit Argwohn betrachtet, oder aber auch eine ganze Berufsgruppe von Kastenwagenfahrern steht schnell mal unter Generalverdacht.

Trotz aller Aufklärungen, Wiederlegungen und Beweisgänge scheint für viele Facebooknutzer der dramatische Klick zum Teilen interessanter und wichtiger zu sein, als der weniger Aufsehen erregende Gang der Wahrheit.

Liegt es vielleicht daran, dass die Wahrheit selten schickere Bilder zu Teilen hat?

Nun, da können wir Abhilfe schaffen:

Unter einen Fake einfach dieses Bild setzen!

(Einfach mit der rechten Maustaste anklicken und “Speichern unter” wählen.)

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Autor: Andre, Mimikama.at

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