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Ein alter, sehr bekannter Kettenbrief macht mal wieder die Runde, diesmal aber auf WhatsApp: der angebliche Trick von Autodieben, einen Zettel an der Heckscheibe zu befestigen.

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Es handelt sich hier um den Kettenbrief, der sich als „Warnung der Polizei” ausgibt und von einem Fall bei Lidl in Höchberg berichtet. Dort habe eine Person einen Zettel auf der Heckscheibe ihres Autos gefunden. Direkt danach sei das Auto gestohlen worden.

Diese Schreckgeschichte wird erneut (wahrscheinlich gar weiterhin) auf WhatsApp geteilt, am Wahrheitsgehalt dieses Inhalts hat sich jedoch nie etwas geändert: Es handelt sich um einen Fake, und somit ist diese Geschichte bei uns wunderbar aufgehoben!

Der Inhalt des Kettenbriefes lautet:

WARNUNG DER POLIZEI!!!
Erster Fall in Höchberg am Lidl
Seien Sie vorsichtig und wachsam, es kommt sicherlich auch bald zu uns.
Nach Frankreich erreicht diese Methode nun Deutschland und Österreich.
Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!).
Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor und legen den Rückwärtsgang ein.
Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen, bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe.
Sie halten an, steigen aus dem Auto um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht behindert und sie auch neugierig sind, was da drauf steht.
Sobald Sie die Rückseite des Autos erreichen, taucht der Autodieb wie aus dem Nichts auf. Er springt in Ihr Auto und fährt los. Sie stehen da und er fährt mit hoher Geschwindigkeit davon.
Und wissen Sie was? Ich wette, Ihre Brieftasche oder Geldbörse sind noch im Auto.
So, jetzt hat der Autodieb Ihr Auto, Ihre Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel. Ihr Haus und Ihre Identität sind ihm ausgeliefert!
Per Handy ruft er seine Komplizen an, die sofort beginnen Ihr Haus / Ihre Wohnung auszuräumen, während Sie bei der Polizei nur den Autodiebstahl melden.
Sie sind bestens organisiert, und viele Autofahrer gehen auf diese Weise in die Falle.
Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres Autos bemerken, sperren Sie Ihre Autotüren zu, starten Sie und fahren Sie weg. Den Zettel entfernen Sie später.
Übermitteln Sie diese E-Mail an Ihre Familie und Freunde. Ein Portemonnaie enthält viele wichtige Ausweis-Dokumente.
Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände gelangen.
Bitte senden Sie diese Nachricht an alle Ihre Freunde!!!!!
TEILEN!!! TEILEN!!!
TEILEN!!!!
TEILEN!!!!!!

Dieser Kettenbrief taucht seit Jahren auf und hat auch eine leichte Dynamik gewonnen, so dass er in den Ortsnamen variiert (es gibt auch eine Version mit Strasbourg anstatt Höchberg). Diese kleinen Mutationen bewirken, meist ist es lediglich die Änderung des Ortsnamen, dass ein solcher Kettenbrief immer akut erscheint und somit angeblich von neuem, speziell in der genannten Region, verteilt wird. Aufgrund des immer neuen regionalen Bezugs fühlen sich immer andere Menschen stärker angesprochen.

Wenn dann das Wort „Polizei” in Kettenbriefen mit ins Spiel kommt, wird es besonders kompliziert: Durch ihren vermeintlich amtlichen Charakter sowie kontraproduktive Glaubwürdigkeit gewinnen solche Kettenbriefe an Popularität. Dies wird noch brisanter, wenn so ein Fake dann von vertrauenswürdigen aber leichtgläubigen Behördenmitarbeitern in gutem Denken unsensibel weitergeleitet werden.

Diese Meldungen nennt man HOAX. Aus dem englischen für hocus, Jux oder Schabernack, so wie ein Aprilscherz.

Das Problem: zahlreiche Leichtgläubige versenden die falschen Warnungen all zu leichtfertig in Kettenbriefmanier in den neuen Medien, im Internet, in den sozialen Netzwerken oder per Mail weiter. In dem Glauben, etwas Gutes zu tun und andere zu warnen, verängstigen sie damit tatsächlich aber nur unnütz andere und verstopfen zudem die Internetwege. Deshalb bittet die Polizei Angeschriebene mit solchen „Aprilscherzen“ das ganze Jahr über kritisch umzugehen.

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