WhatsApp schränkt Funktion "Weiterleiten" ein

WhatsApp schränkt Funktion „Weiterleiten“ ein

Von | 7. April 2020, 12:34

Um die Verbreitung von Fake-News einzudämmen, schränkt WhatsApp die Funktion „Weiterleiten“ für deutsche Nutzer massiv ein.

WhatsApp schränkt Funktion „Weiterleiten“ ein – Das Wichtigste zu Beginn:

Häufig werden WhatsApp-Nachrichten vor allem zum aktuell brisanten Thema Coronavirus weitergeleitet. Um die rasche Verbreitung von Falschnachrichten zu erschweren, schränkt WhatsApp nun die Weiterleitungs-Funktion ein.

Falschnachrichten über WhatsApp

Zum Thema Coronavirus kursieren zahlreiche Falschnachrichten und Halbwahrheiten. WhatsApp reagiert nun darauf mit einer Einschränkung für deutsche Nutzer.

Die Funktion zum Weiterleiten von Nachrichten wird dadurch etwas umständlicher. So können Nachrichten, die bereits sehr häufig weitergeleitet wurden, nur noch einzeln an einen Chat weitergeleitet werden.

Bisher konnte man Nachrichten an bis zu fünf Chats gleichzeitig weiterleiten. Durch die aktuell steigende Nutzung von Messenger-Diensten war auch ein Anstieg von weitergeleiteten Nachrichten zu verzeichnen, teilte WhatsApp mit.

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Eindämmung von Fake-News

WhatsApps Nachrichten haben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass der Inhalt nur für die Nutzer sichtbar ist. So hat WhatsApp keine Möglichkeit, direkt gegen die Verbreitung von Falschinformationen oder auch Hetzkampagnen vorzugehen.

WhatsApp setzt nun darauf, das Weiterleiten von Nachrichten schwieriger zu gestalten. Seit 2019 werden häufig weitergeleitete Nachrichten gekennzeichnet. Gleichzeitig wurde die Beschränkung vorgenommen, Nachrichten an bis zu maximal fünf Chats weiterzuleiten. Außerdem kam die Kennzeichnung mit dem Doppelpfeil-Symbol hinzu, das dann aufscheint, wenn eine Nachricht bereits mehr als fünf Mal weitergeleitet wurde.
Diese Maßnahmen haben laut WhatsApp zu einem weltweiten Rückgang von weitergeleiteten Nachrichten um 25 Prozent geführt,

Zusätzlich bietet WhatsApp die Möglichkeit, verdächtige Nachrichten, Gerüchte und Falschmeldungen an Faktenprüfer zu übermitteln.

Zusammenarbeit mit WHO

Um Nutzern den optimalen Umgang mit dem Messenger-Dienst nahezulegen, sowie Falschinformationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu vermeiden, richtete WhatsApp einen Informations-Hub ein. Die Angaben auf dieser Seite stammen unter anderem von der WHO.

„Darüber hinaus arbeiten wir mit Organisationen und Gesundheitsbehörden zusammen, um Nutzern verifizierte und vertrauenswürdige Informationen bereitzustellen“, gibt WhatsApp bekannt.

Die WHO und mehr als 20 nationale Gesundheitsbehörden haben laut dem WhatsApp bereits Infokanäle für WhatsApp gestartet, worüber mehr als 100 Millionen Nachrichten an Nutzer gesendet wurden.

Nähere Informationen dazu finden sich auch im WhatsApp Coronavirus Informations-Hub. Zudem können Nutzer Gerüchte und Falschmeldungen direkt an die Faktenprüfer-Organisationen melden, die auf WhatsApp vertreten sind.

Passend dazu: WhatsApp: Neue Funktion soll gegen Fake News helfen!

Quelle: focus.de
Artikelbild: Shutterstock / BigTunaOnline
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