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Ist es ein kleines Ohnmachtsgefühl? Oder holt die Realität die Satire immer häufiger ein?

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Natürlich ist es auch eine Form der Satire, wenn eine Satirewebseite unverändert die Realität darstellt oder beschreibt, dass der Realität nichts hinzuzufügen sei. An dieser Stelle fällt mir irgendwie auch gerade ein Satz von Antoine de Saint-Exupéry ein: „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“

Genau das scheint auch auf Satire übertragbar zu sein, wenn sich die Realität so perfekt als Satire eignet, dass dieser nichts mehr hinzuzufügen ist und erst recht nichts weggelassen werden kann. SO hat Deutschlands bekannteste Satirewebseite Der Postillon zum Besten gegeben:

Schließlich schlägt ein entkräfteter Redakteur vor: „Und was, wenn wir einfach unsere kläglichen Bemühungen aufschreiben?

Aber der Postillon steht hier nicht alleine da, das österreichische Pendant Die Tagespresse hat jüngst UNVERÄNDERT einen realen Pressetext veröffentlicht. Liebe Freunde, diese Geschichte ist echt. Und unverändert:

Die ehemalige Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig-Piesczek, geht zum niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic.

Wie überbietet man sich selbst?

Auch der Boulevard hat es schwer. Eines der bekanntesten österreichischen Boulevardblätter, welches gratis an den U-Bahnstationen in Wien ausliegt, hat eine Geschichte, die an sich schon mehr als grotesk ist, krampfhaft noch grotesker gestalten wollen und sich dabei selbst überholt. In Wien wurde bekannt, dass das Krankenhaus Nord für 95.000 Euro einen „Bewusstseinsforscher“ engagiert habe, um „Energieflüsse“ auf dem Areal zu reinigen. „Energetische Reinigung” ist hier die Beschreibung, mit der negative Schwingungen um das Krankenhaus neutralisiert werden sollten.

Das an sich ist schon boulevardesk genug, doch was kommt dabei heraus, wenn ein Boulevardblatt diese Information nochmals verarbeitet? Richtig… dann haben wir es auf einmal mit Voodoo zu tun!

Durchatmen.

Jetzt sitze ich hier an meiner Tastatur, rücke meinen Sitz 20 cm nach hinten und atme einmal kräftig durch. Mal im Ernst, kann sich jemand vorstellen, wie es ist, in Zeiten wie diesen ein Faktenchecker zu sein?

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