Sieht ja schon aus, als ob es auch im TV ausgestrahlt wurde, oder?

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Da bilden Annemarie Carpendale und Daniel Aminati in ihrem Taff-Studio ganz unfreiwillig den Rahmen für eine Fake-News: Ein verrückter Jungunternehmer würde angeblich sein Geld verschenken. Alle könnten sein Geld bekommen, wenn sie bei einem Spiel mitmachen. Diese Nachricht bekommt man derzeit häufiger bei Facebook im Newsstream angezeigt. Es handelt sich hierbei um einen gesponserten Beitrag, was der Grund ist, warum man ihn gehäuft sieht. Gesponsert bedeutet: Hier wurde Geld an Facebook gezahlt, um mehr Reichweite für diesen Statusbeitrag zu bekommen. Facebook nimmt das Geld dankend an und wird so selbst zum Unterstützer von Fake-News.

Ja, Fake-News, denn nichts anderes stellen diese Statusmeldung und der dahinter verlinkte Inhalt dar:

Bild könnte enthalten: 1 Person, steht

Die Geschichte um den verrückten Jungmillionär ist uns übrigens nicht unbekannt, denn der genannte „Tobias Schmitz” (sofern er in dieser Form existiert) wird immer wieder gerne für Fake-News genutzt [1]. Es handelt sich in allen Fällen immer um konstruierte Geschichten, die am Ende einen bestimmten Zweck erfüllen sollen. So auch hier.

Wir haben es in diesem Fall mit einer kommerziellen Fake-News zu tun. Nach einem Klick auf den Teaser bei Facebook öffnet sich nicht etwa die Pro7 Webseite, sondern eine Webseite, die sich als „Das Finanz Blatt” ausgibt. Optisch wird uns also eine Zeitung, bzw. eine Newsmeldung vorgegaukelt. Diese besitzt jedoch keinerlei Wahrheitsgehalt und soll nur Leser dazu verleiten, einen Werbelink anzuklicken. An dieser Stelle sind also alle Merkmale einer kommerziellen Fake-News vorhanden:

  • Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen.
  • Sie stellen sich in Form einer News / Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztendlich keine ist.
  • Der Inhalt spricht ein Verlangen / eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an.
  • Dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen.

In den Text sind mehrere Links eingebettet, welche natürlich den Kernpunkt dieser dubiosen Geschichte bilden. Ein Onlinespieleunternehmen wird an dieser Stelle beworben und der Leser wird dazu animiert, selbst teilzunehmen. Ferner wird durch den Einbau der Links natürlich auch das Ranking des Portals bei Google verbessert.

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