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Auf dem derzeit stattfindenden 32. Chaos Communication Congress (32C3) wurde nochmal verdeutlicht: die Sparkassen-App für pushTAN-Verfahren ist unsicher.

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Trotz neuer eingebauter Sicherheitsmechanismen und auch Erkennungsmerkmale ist es weiterhin möglich, das Verfahren zu Manipulieren und letztendlich im Hintergrund einen anderer Betrag als der verwendete auf ein vom Betrüger angegebenes Konto zu überweisen.

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Keine wirkliche Zwei-Faktor-Authentifizierung

Das Grundproblem bei dem pushTAN Verfahren ist die nicht wirklich Vorhandene Zwei-Faktor-Authentifizierung, da letztendlich nur ein Gerät (Smartphone) mit zwei Apps genutzt wird. Eine echte Zwei-Faktor-Authentifizierung besteht jedoch grundsätzlich aus zwei verschiedenen Elementen, die man beide benötigt, um Zugang zu einer Plattform zu erlangen.

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung muss man nicht ausschließlich beim Onlinebanking nutzen, jedoch ist sie an dieser Stelle auf jeden Falle sinnvoll. Diese Authentifizierung basiert dabei auf 2 Dingen, welche ein Betrüger haben müsste, um sich Zugang zu einem sensiblen Bereich zu eröffnen und damit zu arbeiten. Diese Zwei Faktoren bestehen zumeist aus den Komponenten Besitz und Wissen. Bei Bankgeschäften, bzw. wenn man Geld an einem Automaten abhebt, ist diese Zwei-Faktor-Authentifizierung selbstverständlich: Man kombiniert den Besitz (=die Bankkarte) mit dem Wissen (=die PIN) und kann über das Geld verfügen. Selbst wenn man eines der Beiden verliert, kann ein Betrüger nichts ohne das andere anfangen.


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Selbst wenn ich meine PIN hier hinschreibe ist sie ohne die entsprechende Karte am Automaten nicht nutzbar, und auch umgekehrt.

Und so sollte es am Smartphone auch funktionieren: man sollte zumindest zur Übermittlung der TAN zwei verschiedene Faktoren einsetzen, die geschieht bei  der pushTAN-App der Sparkasse jedoch nicht sondern es werden lediglich zwei verschiedene Apps auf nur EINEM Gerät installiert: eine App für das eigentliche Onlinebanking und eine weitere App für das TAN-Verfahren.

Unsicher

Dass dieses Verfahren unsicher ist, beschrieb nun Golem anhand der Angaben des Erlanger Studenten Vincent Haupert, der auf der derzeit statt´findenden 32C3 nochmals verdeutlichte, dass er trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen das pushTAN Verfahren manipulieren konnte. Mittels einiger Eingriffe konnte er die Sicherheitsmechanismen aushebeln.

Der Besitz von nur einem Faktor, nämlich dem Smartphone, hat an dieser Stelle gereicht, um Bankgeschäfte ausführen zu können. Haupert kritisiert an dieser Stelle laut Golem, es handle sich “um ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Sparkasse am Ende immer verlieren wird”

Wie genau Haupert die Eingriffe vornehmen konnte wo technisch genau das Problem liegt, kann man weiterführend in dem Artikel “Sparkassen-App für pushTAN-Verfahren wieder gehackt” erfahren.

Artikel- und Vorschaubild: mama_mia / Shutterstock.com