Hennef – Am 30.05.2017 führte die Kripo mit Unterstützung des LKA die Ermittlungen nach der Granatenexplosion in Hennef-Warth fort.

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Der 51-jährige Sammler der alten Kriegsmunition zeigte sich in den Vernehmungen kooperativ und machte Angaben zu Ablageorten von Munition im Haus. Die Ermittler fanden dort weitere Granaten, die allerdings größtenteils funktionsuntüchtig gemacht worden waren und als Dekorationsstücke dienten. Weiterhin wurde eine Hand voll Treibladungen sichergestellt, wie sie z.B. früher zum Öffnen von Airbags oder Fallschirmen verwendet wurden.

Auch zwei Eimer mit Patronen und Patronenhülsen nahmen die Ermittler mit. Eine noch scharfe Handgranate wurde von den Sprengstoffexperten kontrolliert gesprengt. Um letzte Sicherheit zu erlangen, werden Haus und Grundstück derzeit noch von Sprengstoffspürhunden abgesucht. Die bisher im Haus gefundenen Gegenstände stellten keine unmittelbare Gefahr für die Anwohner dar. Eine erneute Evakuierung war somit nicht erforderlich.

Woher die offenbar Jahrzehnte alte Munition stammt und wie sie in den Besitz des 51-Jährigen gelangte ist nach wie vor nicht geklärt. Der 51-jährige Beschuldigte kam am Nachmittag wieder auf freien Fuß. Er lässt sich inzwischen anwaltlich vertreten. Welcher Straftaten er konkret beschuldigt wird, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Die vom Brand beschädigte und einsturzgefährdete Garage wurde heute von Freiwilligen des Technischen Hifswerks eingerissen.

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