Ich sitze hier am Kopfende meines Tisches und merke, man hat mir in der Schule so einiges verschwiegen; gut, alles kann uns ja in der Schule auch nicht vermittelt werden, schließlich muss ja noch was für die allgemeine Lebenserfahrung und learning by doing überbleiben; doch gibt es Dinge da wäre ich echt dankbar gewesen, wenn man sie mir vorher gesagt hätte.


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Was aus Wasser wird zum Beispiel, also mehr als dass es nass ist, bei Regen von oben, oder auch von vorne, links, rechts oder hinten kommen kann, ja nach Windrichtung. Ich dachte bis heute Wasser bleibt Wasser, egal, ob man es als Stange in die Ecke stellt, es lässt, es gemeinsam mit Rotz heult, es trägt, oder auch jemandem abgräbt, es bleibt Wasser. Nein, eben nicht – so habe ich heute lernen müssen.

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Wasser ist gefährlich und das nicht nur bei Springfluten, Tsunamis, Flußhochwässern (da steckt´s sogar schon im Wort!!) oder Sturmfluten, nein auch beim Kochen und das nicht allein wegen der Verbrühungsgefahr. Nein, das Unheil lauert im Detail, wo auch sonst, es ist ja nicht doof das Unheil und setzt sich einfach mal auf die Dunstabzugshaube und winkt. Gut, auch Dunstabzugshauben haben ein gewisses Gefahrenpotential, aber hier geht es um Wasser, welches zusammen mit der Elektrik der Dunstabzugshaube… aber lassen wir das.

Vielleicht sollte ich Euch erstmal sagen, was mich so in innere Unruhe versetzt hat, nun ich stolperte (virtuell, denn mit einem Rolli stolpert man nicht wirklich, man rumpelt eher irgendwo gegen, oder etwas um, aber stolpern dann eher weniger, vielleicht andere über mich, aber ich nicht so direkt über etwas – schweif ich schon wieder ab?) über einen Beitrag, der bereits über 60.000 gelesen, naja betrachtet wurde, ob ihn alle gelesen haben steht da ja nicht dran. Der Beitrag klärt uns endlich auf, was mit Wasser beim Kochen passiert, was geschieht, wenn man Wasser noch einmal aufkocht, was daraus entstehen kann und wie es uns alle so langsam umbringen kann. [1]

Schauen wir, was eigentlich passiert, wenn Wasser gekocht wird. Äußerlich beginnt es zu brodeln und zu dampfen. Doch nicht nur das, auch die chemische Zusammensetzung ändert sich. Durch erneutes Aufkochen verändert sich der Sauerstoffgehalt des Wassers und schädliche Stoffe werden eher angehäuft.“

Da seht Ihr es selbst, die CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG ändert sich! Hat mir nie jemand gesagt, mir wurde seinerzeit in der Schule von meinem, wie von mir vermutet durchaus gepflegt gebildeten, Chemielehrer glaubhaft und wissenschaftlich fundiert versichert, Wasser habe immer die gleiche Zusammensetzung, sonst ist es kein Wasser mehr. Chemisch gesehen, wäre Wasser H20 IMMER egal in welchem Aggregatszustand, aber dem ist nicht so, schließlich steht im Internet beim erneuten Aufkochen hält sich Wasser einfach nicht mehr an die Regel. Eine Frechheit der Natur. Beim erneuten Aufkochen verändert sich der Sauerstoffgehalt, wie genau er sich ändert wird nicht erklärt, wird es mehr oder weniger?

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Wir hatten damals so lustige bunte tischtennisballähnliche Gebilde, in blau, rot, gelb und anderen Farben. Blau sollte glaube ich Wasserstoff sein (also H) und hatte einen Stecknubsie und rot sollte Sauerstoff sein (O) und hatte zwei Stecknubsies, damit konnte man dann ganz munter Wasser zusammenstecken zwei blaue an ein rotes fertig war ein Wasserteilchen. Uns wurde damals versprochen, H hat immer einen Steckplatz und O immer zwei, egal was geschieht.

Wenn aber Wasser immer H2O ist, also zwei blaue an ein rotes, oder eben H-O-H, wie in aller Welt kann es sich verändern?

Momeeent, das geht, aber es kann nicht mehr werden. Wie es scheint macht sich ein O beim zweiten Aufkochen auf und davon, klar wenn einem zweimal Dampf unterm Hintern gemacht wird, sucht man sich eben eine klimatisch freundlichere Gegend aus.

Also O ist weg, bleiben 2 einsame H zurück, als H2 – weiah, das ist Wasserstoff. Oh und ein O ist reiner Sauerstoff beide können echt unangenehme Zeitgenossen sein. Explosiv und so, aber wozu haben wir die bereits hochgefährliche, aber jetzt dann doch ebenso hochwillkommene Dunstabzugshaube, schalten wir sie ein und kochen weiter.

Bevor es zu einer Explosion in der heimischen Küche kommt verspricht mir der Verfasser, dass die

schädlichen Stoffe im Wasser angehäuft werden. Ok, wenn ein O von dannen zieht ist am H ja Platz, mal sehen was der Verfasser als Schadstoff so anbietet. [1]

Wenn das Wasser nun erneut aufgekocht wird, bilden sich aus der veränderten Struktur oftmals giftige Gase und mitunter sogar Giftstoffe wie Arsen, Nitrat und Fluoridverbindungen

Arsen oder chemisch AS2O3, es müssen also 2 AS wie Major Tom völlig losgelöst durch unsere Küche schweben, um sich in einem günstigen Augenblick an drei O zu klammern, die vom Trennungsschmerz und den im Topf herrschenden Temperaturen überwältigt, umherschwirren. Damit haben wir dann 1 Arsen Molekül, ist schon giftig, aber unschädlich. Ebenso Nitrat HNO3, nein nicht drei Hals- Nasen- Ohrenärzte, HNO3 ist doch die chemische Dings für Nitrat. Dazu diverse Fluoride.

Also wirklich, erzaehlmirnix, wo soll das denn alles herkommen?

So langsam finde ich dann doch wieder mein verloren geglaubtes Vertrauen in meinen alten Chemielehrer wieder. Ich weiß ja nicht wie lange der Verfasser sein Wasser vor dem nächsten Aufkochen hat stehen lassen, aber was sich da alles gebildet haben soll, da möchte ich nicht wissen wie die Küche aussieht, damit das Wasser dergestalt kontaminiert werden kann und was sich bei genauerer Betrachtung noch alles darin finden lassen würde, HNSO2, C3PO, R2D2, HAL, POE, N5L, HDL, HWG, TGE, TGM, WG, TGV, ACME um nur einige wenige zu nennen. Aber von reinem Aufkochen kommt so etwas sicher nicht, denn die Gase, wenn sie denn entstehen sind viel zu flüchtig und zu kuschelig, sprich sie würden sich sofort einen neuen Partner suchen, dafür muss das Wasser schon eine Weile stehen und ja, bei alten Wasserkochern konnte man tatsächlich Belastungen des Wassers feststellen. Bei Wasserkochern aus Edelstahl und demzufolge auch bei Edelstahlkochtöpfen kann es vorkommen, dass sich bei längerem Stehen vom Gerät Spuren von Nickel an das Wasser abgegeben werden können, manche Menschen reagieren allergisch auf Nickel, deshalb steht oftmals in der Anleitung von Wasserkochern, dass man kein Restwasser benutzen soll. Bei Wasserkochern aus Kunststoff wurden oft Substanzen wie Bisphenol A (BPA) nachgewiesen, dieses steht im Verdacht den Hormonhaushalt des Menschen zu verwirren [3] – also so ähnlich wie Facebook.

Daher bekamen einige Wasserkocher schlechte Umweltnoten bei Stiftung Warentest und die Hersteller scheinen reagiert zu haben, nach einem 24 Stunden Standzeittest konnte 2013 in keinem der 18 untersuchten Geräte Schadstoffspuren nachgewiesen werden, die über den Grenzwerten lagen. Wobei die Sache mit den Grenzwerten ja auch grenzwertig ist und variabel auslegbar. Besser wäre halt, wenn keine Schadstoffspuren nachgewiesen werden könnten, aber das funktioniert vielleicht auch nur in einem sterilen Raum.

Interessanter Weise, beruft sich der Verfasser in einem seiner Links auf eine englischsprachige Seite [2] auf der unter anderem steht:

The good news is that purified water can be reboiled as many times as you like, without any harmful side effects. This is because all the chemicals and minerals are removed via the purification process.

Purified Water? Gereinigtes Wasser, vollentsalztes Wasser, ok kann man sicher auch dauerhaft aufkochen und das sooft man will, nur wie lange es getrunken werden kann, ohne gesundheitliche Auswirkungen hervorzurufen, sei dahingestellt, ob diese Idee des Pudels Kern ist?

Ein weiterer Vorschlag von der englischsprachigen Seite ein Heisswasserhahn, der uns sofort mit kochendem Wasser versorgt. Kaum eine Wasserleitung heutzutage bietet noch ohne Zusatzgerät kochendes Wasser, auch wenn mancher Mann bei der Temperatur des Duschwassers seiner Frau durchaus geneigt das Gegenteil zu behaupten, Männer lasst Euch sagen, das fühlt sich nur so an. Meist steht eine Zentralheizung auf circa 53° C, das bedeutet aber, dass wir ein Zusatzgerät am Wasserhahn anbringen müssen, um kochendes Wasser aus dem Hahn zu bekommen, da steht dann auch immer ein bisserl Restwasser drin rum, wir verlagern also unser „Problem“ aus dem Wasserkocher unter die Spüle, interessanter Vorschlag – aus den Augen aus dem Sinn?

Doch zum Ende seines Textes bekommt der Verfasser wieder einigermaßen die Kurve und stellt fest, im Zweifel das Wasser nicht noch einmal aufkochen, aber wirklich problematisch wird das Ganze erst, wenn größere Mengen aufgenommen werden, also im Gegensatz zu Globuli, macht hier die Menge das Gift. Es schadet auf keinen Fall immer frisches Wasser zu nehmen und im Zweifel, oder aus Gewohnheit das alte Wasser den Blumen zu geben, die brauchen ja auch was. Na prima wurde ich wieder völlig umsonst in Panik versetzt, nächstes Mal vertraue ich doch gleich weiter meinen alterwürdigen Lehrern, denen ich an dieser Stelle direkt und manchen leider auch nur noch posthum für Geduld danken möchte, die sie zweifelsohne aufbringen mussten, um mich zu ertragen. Äh – Danke.

Quellen:

-Mimikama unterstützen-