Hinter den sexy Profilen steckt ein knallhartes Geschäftsmodell!
Hinter den sexy Profilen steckt ein knallhartes Geschäftsmodell!

Da sind sie wieder: Die Freundschaftsanfragen von attraktiven Damen auf Facebook. Und ganz bestimmt wollen sie nur Freundschaft!

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Wie beispielsweise jenes holde Fakeprofil, welches züchtig ihre Freundschaft anbietet:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Sehr offenherzig präsentiert sie sich, die Aldy. Und große Augen hat sie. Da muss man doch einfach die Freundschaftsanfrage bestätigen – sie ist bestimmt eine tolle Gesprächspartnerin!

Dann wollen wir mal sehen, welch philosophische Ergüsse Aldy auf ihrem Account offenbart:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

„Bilder sagen mehr als Worte“, so denkt sich wohl Aldy, und darum weist sie uns auf gar pikantes Bewegtbildmaterial hin, das sich augenscheinlich auf Youtube befindet. Kopulierende Paare scheinen das Hauptaugenmerk zu sein.
Nichts gegen die Freuden des Koitus! Wollen wir mal einen verschämten Blick darauf werfen:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Na hoppla!
Die URL der Seite, die wir erreichen, besagt, dass wir auf einer Seite für Haarbehandlung sind, nicht etwa auf Youtube. Und Damen in der Nachbarschaft suchen Partner für eine Liebesvereinigung!
Haben wir Interesse? Klar haben wir Interesse!

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Und weiter geht die wilde Fahrt durchs Internet! Wollten wir nicht eigentlich auf Youtube?
Welch Glück aber für uns, nur noch zwölf Minuten haben wir Zeit, um uns zu registrieren!
Und obwohl wir das noch nicht getan haben, schickt uns schon die erste holde Weiblichkeit mit dem braven Namen „Marie“ ein eindeutig zweideutiges Angebot!
Sind wir über 25? Das sind wir teilweise sogar fast doppelt!

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Regeln? Da sind Regeln zu befolgen?
Wir dürfen die Fotos der Nachbarin nicht veröffentlichen, aber die Fotos der angeblichen Nachbarinnen waren zu sehen?
Wir müssen uns unsere Kondome selber kaufen, die werden nicht gesponsert?
Und das sind nicht einmal Prostituierte oder Pornostars? Das lohnt sich dann doch gar nicht!

Anmeldung kostenlos, Kontakt kostenpflichtig

Und so kommen wir ans Ende unserer kleinen Odysee auf der Suche nach schnellem Sex oder der großen Liebe. Schlussendlich war doch nur die Anmeldung kostenlos. Künftig wird aber unser extra dafür erstellter Mail-Account mit unzähligen mehr oder weniger pornografischen und eindeutigen Mails bombardiert.

Und alleine darum geht es bei solchen Profilen: Einfältigen Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zudem kann man sich über viele Mails freuen, denn man hat mit der Anmeldung den Datenschutzbestimmungen zugestimmt. Und da lohnt es sich, vorher mal einen Blick darauf zu werfen:

Screenshot mimikama.at
Screenshot mimikama.at

„Vermarktung durch Dritte, Weitergabe von Daten an Drittverarbeiter, Weitergabe von Daten an professionelle Berater und potentielle Käufer.“

Mit anderen Worten: Eure Daten werden fröhlich herumgereicht. Denn Nutzer, die sich dort anmelden und freiwillig Geld für Kontaktaufnahme zahlen, kann man noch viel mehr schröpfen!

Im Impressum der Seiten, deren Namen und Beschreibungen sich geringfügig unterscheiden, finden wir häufig Betreiber, die einen „kostenlosen Probemonat“ für die Seiten anbieten. Dies kann jedoch sehr schnell recht teuer werden.

Beispielsweise berichtet die Seite der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann, dass auch Nutzer der Seiten, die niemals ein Premium Abo abgeschlossen oder den Abo-Vorgang vorzeitig abgebrochen haben, Mahnschreiben der Inkasso-Firma Fairmount GmbH bekamen. Solche Schreiben sind unbedingt ernstzunehmen und sollten nicht ignoriert werden, weswegen oftmals der Gang zum Anwalt nötig wird. Auch die Anwaltskanzei Schuster hat sich auf Anschreiben mit solcherlei Zahlungsaufforderungen spezialisiert.

Fazit

Hinter der so harmlos wirkenden Freundschaftsanfrage verbirgt sich ein knallhartes Geschäftsmodell. Überwiegend männliche Nutzer werden hier mit vermeintlichen Youtube-Videos auf Sexportale gelockt, die einem mit rechtlich zweifelhaften Methoden das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

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