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Immer wieder werden dramatische Kinderbilder zum Klickfang missbraucht, wer hält diese Typen endlich auf?

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Das ist eine Frage, die ich mir immer und immer wieder stelle, wenn ich Posts wie diese sehe. Ein kleines Kind offensichtlich schwer verletzt, ohne Hände, wird dazu benutzt das eigene verkümmerte Ego aufzupolieren, in dem der Ersteller den mitunter recht unbedarften Nutzern etwas vorgaukelt.

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In diesem Fall soll angeblich Facebook bereit sein Geld für die Interaktion mit dem Bild für eine Krebs OP des Kindes zu spenden. Gestaffelt nach „like“ „Kommentar“ und „Teilen“ – was soll man sagen es sind viele, eigentlich viel zu viele wieder einmal auf den Dreck hereingefallen.

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Quelle: Öffentlicher Statusbeitrag

Kinder ziehen halt immer und je dramatischer die Situation ist, in der sich das Kind befindet, desto eher gibt es ein „Amen“ und der Post wird geteilt.

Nein Facebook zahlt nicht

Als ob Facebook sich darum kümmern würde wie oft etwas geteilt wird und dann dafür Geld spendet, zumal es ja danach dann immer noch geteilt werden würde, es wird ja nicht mal ein zeitlicher Rahmen vorgegeben.

Gilt das dann bis zu St. Nimmerleinstag? Ein OP kostet einen Haufen Geld, die fangen nicht an, wenn die ersten 8$ für das Teilen des Beitrages geflossen sind, aber nein der Nutzer denkt nicht nach, sieht ein Kind und klickt, kommentiert und teilt.


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Nein, das ist jetzt nicht verallgemeinert, denn zum Glück gibt es den einen und die andere, die so etwas hinterfragen, wir wollen daran arbeiten, dass mehr sich Gedanken darüber machen.

Wenn ihr auf so etwas stosst, gebt keinen Kommentar ab, teilt es nicht und ein gefällt mir hat es auch nicht verdient, denn der Post ist nichts weiter als Likefang der untersten Schiene. Ihr streichelt damit nur das traurige Ego eines oder einer mental stark angeschlagenen Person.

Sollte Facebook doch einmal für etwas spenden, dann werden sie es selber erfolgreich medial propagieren, aber bestimmt nicht über einen moralisch unterversorgten User.

Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre die Internettauglichkeit der Nutzer zu hinterfragen, dann fällt mir ein, es könnte auch für mich dann eng werden und ich verwerfe den Gedanken wieder.

Bleibt nichts weiter als immer wieder zu versuchen die Nutzer für diese Art von Missbrauch zu sensibilisieren, damit sie nicht mehr darauf reinfallen. Es ist auch nicht schlimm darauf reinzufallen, nur das Erstellen derartiger Posts ist ein Schlag ins Gesicht der gezeigten Person, ihre Notsituation wird schamlos ausgenutzt.

Jens, mimikama.at