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Bückeburg – Am vergangenen Freitag wurden zwei Aktionen von Trickdieben bei der Polizei in Bückeburg aktenkundig, die sich auf dem Parkplatz hinter der Stadtkirche und an der Parkpalette zugetragen haben.

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In beiden Fällen wurde bei dem Ansprechen der Senioren der Klassiker, die Geldwechselmasche, angewendet.

Der erste Trickdieb hatte bei einem 70jährigen Nienstädter hinter der Stadtkirche allerdings keinen Erfolg. Der Unbekannte fragte nach Wechselgeld für den Parkautomaten und der Nienstädter öffnete sein Portemonnaie. Der Täter hielt währenddessen einen laminierten Zettel über das Portemonnaie, um aus dem Scheinfach der Geldbörse Geldscheine herauszuziehen.

Der 70jährige erkannte, dass sich ein 100 Euroschein „verselbstständigte“ und wischte rigoros die Hand des Trickdiebes zur Seite.

Von dem unbekannten Trickdieb wurde folgende Personenbeschreibung abgegeben:

  • 165-170 cm groß
  • kräftige Statur
  • südeuropäisches Erscheinungsbild
  • dunkle, kurze Haare
  • rundes Gesicht
  • leichter Bartansatz
  • ca. 45 Jahre
  • gebrochenes Deutsch
  • gepflegtes Äußeres

Weniger Glück hatte eine 80jährige Frau aus Porta Westfalica, die um 10.00 Uhr an der Parkpalette ebenfalls wegen Geldwechselns angesprochen wurde.

Der Frau wurden mehrere Geldscheine aus dem Portemonnaie gezogen. Den Diebstahl bemerkte die Seniorin erst später bei ihrem Einkauf auf dem Wochenmarkt.

Bei diesem Vorfall wurde der Trickdieb wie folgt beschrieben:

Ca. 30 bis 40 jähriger Mann mit einem leichten ausländischen Akzent, der dunkle / schwarze Haare hatte. Die Statur war normal, Körpergröße ca. 175 cm.

Er trug eine beige Windjacke und ein Polohemd, welches zumindest einen türkisen Kragen hatte.

„Wir gehen in beiden bekanntgewordenen Fällen davon aus, dass es sich wieder um gut trainierte Trickdiebe handelt, die professionell und gewerbsmäßig Ausschau nach Senioren halten“,

so Matthias Auer, Pressesprecher der Polizei Bückeburg.

Deshalb bittet die Polizei Bückeburg wiederholt um Kenntnisnahme der veröffentlichten Verhaltensregeln

Geld wechseln auf der Straße Am Sichersten ist es, wenn Sie nicht wechseln. Die Täter warten nur darauf, dass Sie Ihre Geldbörse zeigen, um sie Ihnen dann zu entreißen. Die Ermittler raten: Wenn Sie auf der Straße angesprochen werden, lehnen Sie die Bitte Geld gewechselt zu bekommen ab. Verweisen Sie stattdessen an Geldinstitute und Geschäfte. Im ganzen Land sind Wechselbetrüger unterwegs. Sie sind besonders in Wohngebieten, Fußgängerzonen, Parkplätzen und Einkaufszentren aktiv. Dort bitten sie überwiegend Senioren, Euro-Münzen zu wechseln.

Beliebte Opfer sind Senioren, die beim Bankbesuch beobachtet und verfolgt werden. Die gerade abgehobenen Scheine werden beim Wechseln fingerfertig gestohlen.

Der Trick des Täters liegt darin:

Mit seinen vielen Fragen, dem Reingreifen in das Geldfach und dem Gestikulieren mit dem mitgeführten Gegenstand wird das Opfer von dem eigentlichen Ziel der Wechselaktion abgelenkt. Mit akrobatischer Geschicklichkeit werden die Geldscheine aus der Geldbörse gestohlen. Oft werden ein Stück Papier, ein Stadtplan oder eine Zeitung als Sichtschutz über die Geldbörse gehalten.

Der Täter nimmt sich mit Daumen und Zeigefinger eine Münze heraus. Was das Opfer nicht sehen kann: Mit dem Kleinen Finger und dem Ringfinger der gleichen Hand zieht er mit einer unglaublichen Fingerfertigkeit zeitgleich das gesamte Papiergeld aus dem Papiergeldfach. Auf gar keinen Fall lassen Sie Fremde in Ihr Portemonnaie greifen! Im Zweifelsfall sollten Sie ruhig einmal unhöflich sein und das Wechseln ab. Sie können für derartige Fälle ein wenig Kleingeld bereit halten, aber öffnen Sie nie Ihre Geldbörse im Beisein von Fremden.

Die Polizei warnt vor diesem Trick und rät:

Wahren Sie immer einen Sicherheitsabstand zwischen Ihnen und fremden Personen. Lassen Sie sich nicht ablenken oder gar noch bei der Suche im Portemonnaie von Fremden helfen. Sie haben kaum eine Chance, den Trick auf Anhieb zu durchschauen. Wenn Sie den Diebstahl bemerkt haben, ist es meist schon zu spät.

Trick mit heruntergefallener Münze Um das Opfer abzulenken, lässt der Täter eine Münze fallen, dann greift er in die Geldbörse.