Vorsicht, diese “Sicherheitsbenachrichtigung” hat es in sich! Die angebliche Benachrichtigung über die temporäre Einschränkung des eigenen PayPal-Kontos ist eine Falle, mit der Betrüger den PayPal-Kunden die Benutzerdaten entlocken wollen. Neu in der Argumentationskette ist die inhaltliche Nutzung des PostIdent-Verfahrens.


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Die folgende Mail stellt optisch und inhaltlich recht plausibel dar, warum man sich in über die eingebettete Schaltfläche in das eigene Konto locken soll. Die Mail selbst ist blind gestreut versendet worden, so dass sie natürlich auch bei Menschen ohne PayPal-Account eintrifft, wir warnen daher vor der folgenden betrügerischen Mail:

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Der Inhalt dieser Mail lautet im barrierefreien Klartext:

Sicherheitsbenachrichtigung
Guten Tag Gernot H[***],
dies ist eine automatische Benachrichtigung von unserem PayPal Sicherheitssystem. Auf Ihrem Konto wurde bei einer Routine Kontrolle Unregelmäßigkeiten bezüglich Ihres Kontos festgestellt, deshalb wurde Ihr Konto vorerst temporär eingeschränkt. Die Unregelmäßigkeit kann unter anderem durch viele fehlgeschlagen Log-in Versuche zustande kommen, durch eine unbekannte IP-Adresse oder durch ein unbekanntes Gerät mit dem Sie sich bei PayPal eingeloggt haben.
Sie könnendie Einschränkung durch eine Verifizierung Ihrer Person wieder aufheben. Die Verifizierung ist bis zum 06.05.2016 durchzuführen, andernfalls wird Ihr Konto gesperrt. Nach dieser Frist ist eine Entsperrung Ihres PayPal Nutzerkontos nur noch durch eine Postident Verifikation möglich.
Die Verifizierung kann durch anklicken des Buttons angestartet werden:

Verifizierung jetzt durchführen

Vielen Dank für Ihr Verständnis
Mit freundlichen Grüßen
Ihr PayPal Sicherheitsteam

Das Ziel dieser Mail und ihrer Argumentation ist es, dass die jeweiligen Empfänger sich dazu bewegen lassen, sich über den eingebauten Link der vermeintlichen Sicherheitsabfrage zu stellen. Diese Abrfage stammt natürlich nicht von PayPal, sondern ist von Betrügern konstruiert worden.

Phishing

Mit Hilfe einer aktualisierten Schutzsoftware bekommt man recht zügig nach dem Klick eine Warnung angezeigt, dass es sich hier um Phishing handelt:

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Ohne Schutzmechanismen landet man nun auf einer Empfangsseite, welche dem Login von PayPal Login nachempfunden ist. Zusätzlich wird eine URL genutzt, die den Namen “paypal-germany.net” trägt und den Besucher in Sicherheit wiegen soll.

 

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In der Folge werden dann persönliche- und Adressdaten, sowie am Ende auch sensible Bankdaten mit Hilfe der gefälschten Formulare ausgehorcht.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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