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Flunkerei um fantastische Flash-Fakes

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor billigen Speicherträgern auf Online-Marktplätzen, die Kunden verärgern.

Sie sind handlich wie ein Schlüsselanhänger, packen angeblich satte zwei Terabyte (TB) Daten und kosten gerade mal zwischen 20 und 50 Euro.

Solche Mini-USB-Sticks finden sich zuhauf auf großen Onlinemärkten wie Amazon und eBay oder dem China-Konkurrenten Aliexpress.

Tatsächlich gibt es einen derartigen Wunderstick, der locker mehrere 100.000 Digital-Fotos speichern kann – allerdings mit den eher klobigen Maßen von 72 x 27 x 21 Millimeter. Im Januar präsentierte die Firma Kingston ihren Daten-Knubbel als Innovation, erst mal ohne Preisangabe.

Die hat Amazon just nachgereicht: 4062 Euro und 49 Cent.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, welche Erfahrungen Käufer der Billigware machen mussten

„Auf dem Stick ist nicht annähernd so viel Speicherplatz wie angegeben.“

Sie beschwerten sich unter anderem bei der Verbraucherzentrale und der Fachpresse. Und die rät dringend ab vom „Flash-Nepp“ („c`t“).

Dennoch fallen selbst Händler auf die Fakes aus Fernost herein. So hatte sich etwa ein eBay-Profi – in der Hoffnung auf Gewinn – gleich massenweise mit ihnen eingedeckt. Seine Prüfsoftware meldete: „Alles ohne Fehler“. „Jeder einzelne Stick“ zeigte die verheißene Speicherkapazität an.

Doch dann der Horror. Testweise überspielte „Daten waren verschwunden“. Gerade mal ein paar Gigabyte waren auf dem Stick gelandet.

Daraufhin verhökerte der Geprellte die Chinaware „als Partyspaß oder Schlüsselanhänger“ für ein paar Euros.

Doch längst nicht jeder Verkäufer handelt so ehrlich.

Zumeist werden die USB-Sticks kommentarlos angepriesen:

Top Qualität„, „neue Generation“ oder „100% geprüft„, verständlicherweise oft „ohne Garantie und Rücknahme“.

Aussicht auf einen seriösen Kauf bietet nicht mal ein eBay-Händler aus Hongkong, der die Lieferzeit für seinen „2-TB-Stick“ (19,99-Euro) auf „10-20 Gottesdienst Tage“ ansetzt.

Die Verbraucherzentrale NRW jedenfalls ist überzeugt: „Da hilft auch kein Beten.“