Auf Facebook gibt es zahlreiche Gruppen – natürlich auch für die Suche nach Jobs. Da bekommt man auch gerne mal Privatnachrichten mit seltsamen Angeboten…

Eine Information unseres Kooperationspartners: checked4you

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„Hallo Diana, wir kennen uns nicht persönlich, aber in der fb-Gruppe (…) ist mir dein Profil positiv aufgefallen…“

Mit dieser seltsam klingenden Direktnachricht hat sich Diana auf Facebook an uns gewandt. Denn sie hat in der betreffenden Facebook-Gruppe überhaupt keine Anfrage gestellt.

Die gelernte Krankenschwester hat einen festen Job. Und auch der weitere Gesprächsverlauf kommt ihr komisch vor.

Der Verfasser der Direktnachricht, ein Finanzdienstleister, sucht „aufgeschlossene Neben- und Hauptberufler für Analysetätigkeit„.

Er gibt ihr auch gleich einen Termin vor, an dem sich Diana bei der Firma vorstellen könne.

Geld für jeden neuen Kunden

Weil Diana nachfragt, wird der Absender der Nachricht konkreter:

Sie solle Menschen besuchen und das „Info-System“ der Firma vorstellen. Für jeden, den sie zur Nutzung des Systems bewegen könne, bekäme Diana Geld: 125 Euro pro Klient im ersten Monat, 180 Euro im zweiten und ab dem 3. Monat sogar 250 Euro.

Das ist typisch bei so genannten Strukturvertrieben:

Oft werden Mitarbeiter über verschiedene Wege angeworben und oberflächlich geschult. Sie sollen dann auf Verkaufstour gehen, meist bei Freunden und Bekannten.

Das schafft natürlich Erfolgsdruck: Denn Geld gibt’s nur, wenn jemand einen Vertrag unterschreibt. Wer mit solchen Methoden arbeitet und Facebook-Nachrichten an unbekannte Leute schickt, um sie anzuwerben, wirkt nicht unbedingt seriös.

Unsere Tipps

  • Wenn dir jemand einen Job anbietet, obwohl du gar nicht auf Jobsuche bist, lösche die Nachricht einfach.
  • Schreibt dich die Person trotzdem weiter an, lasse sie wissen, dass du das nicht willst, aber mache keine persönlichen Angaben im Chat – verrate also nicht deinen Wohnort, deine Telefonnummer oder andere persönliche Daten.
  • Halte die öffentlich sichtbaren Informationen deines Facebook-Profils knapp. Wer dich kennt, weiß, du wohnst und wie du per Telefon oder E-Mail erreichbar bist.
  • Mach nicht zu viele persönliche Angaben in Gruppen, vor allem wenn du Facebook mit deinem richtigen Name nutzt.
  • Du kannst Nachrichten von bestimmten Personen in deinen Facebook-Einstellungen blockieren – oder auch komplett die Person, sodass sie auch nicht mehr sehen kann, was du in deiner Chronik postest.

Quelle: checked4you.de / Verbraucherzentrale NRW

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