Bei der folgenden E-Mail handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die große Gefahr an der E-Mail: sie gibt sich als ein behördliches Schreiben aus und nennt als Absender “DGB-Deutsche Bankengemeinschaft”.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Wichtiger Hinweis: Erwähnte Bankengemeinschaft gibt es unter diesem Namen nicht, der Name wird missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken! Ebenso auch die Symbolhafte Darstellung der Behördlichkeit. Grafisch tritt diese Mail wie folgt in Erscheinung:

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Der komplette Inhalt dieser E-Mail wird als Grafik dargestellt, folgender Text findet sich dort:

Betreff: Wichtige Mitteilung zu Ihrem Bankkonto!
Absender: Deutsche Bankengemeinschaft <zertifikat-22@online.de> [Adresse variiert]

Deutsche Bankengemeinschaft

Sicherheitsaufforderung

Sicherheitsaufforderung 2016
(Schnittstelle zur Sicherheitsüberprüfung)

Sehr geehrter Kunde,

auf Grund gravierender Sicherheitslücken in einigen Online-Banking Sicherheitsverfahren, ist die Deutsche Bankengemeinschaft dazu verpflichtet unmittelbar zu handeln.

Eine große Anzahl an Bankkunden sind von diesen massiven Sicherheitslücken betroffen. Nachdem wir Sie telefonisch leider nicht erreichen konnten, bieten wir Ihnen über diesen Weg an Ihren Sicherheitsstatus zu überprüfen.

Für die Überprüfung haben Sie 2 Möglichkeiten:

1. Möglichkeit

Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Hausbank und nehmen Sie dazu bitte Folgendes mit:
– Ihre Kontodaten / EC-Karte und Ihren gültigen Personalausweis
– Ihre aktuelle Mobilfunknummer
– 27€ Aufwandsgebühr (manuelle Überprüfung).

2. Möglichkeit

Überprüfen Sie jetzt gleich online und kostenfrei, ob Sie von einer Sicherheitslücke betroffen sind, indem Sie dazu bitte auf den folgenden Link klicken (Sicherheit überprüfen).

Sicherheit überprüfen

Impressum
Deutsche Bankengemeinschaft (DBG)
Graurheindorfer Str. 108
53117 Bonn

Postfach 1253
53002 Bonn

Die eigentliche Falle liegt hinter der dem Hinweis “Sicherheit überprüfen”. Zum Zeitpunkt unserer Analyse führte der eingebaute Link auf eine Fehlerseite. Dennoch können wir nicht entwarnen, da erfahrungsgemäß diese Links schnell ausgetauscht werden. In den Vorversionen steckten zumeist Phishingfallen hinter diesem Link, so dass wir davon ausgehen, dass diese E-Mail weiter versendet wird und einen aktiven Link eingefügt bekommt. Wir geben daher zunächst eine allgemeine Phishingwarnung:

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
-Mimikama unterstützen-